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Dass im Museum alles „zum Sehen“ ist und nichts angefasst werden darf, ist ein ungeschriebenes Gesetz. Aber warum ist das eigentlich so? Lässt sich Kunst wirklich nur über den Sehsinn erfahren? Und wie erhalten dann blinde und sehbehinderte Menschen Zugang zu Kunst in Museen? Diesen Fragen widmeten sich im letzten Semester 23 Studierende der Fachhochschule Potsdam und der Hochschule Darmstadt.

Berlinische Galerie
Berlinische Galerie © Berlinische Galerie, Foto Noshe

Zusammen mit blinden und sehbehinderten Kulturakteur:innen erarbeiteten sie multisensorische Vermittlungsformate, die Zugänge zu Kunstwerken über mehrere Sinne ermöglichen. Das Gemälde „Straßenlärm“ (1920) von Otto Möller, das in der Dauerausstellung der Berlinischen Galerie hängt, bildete den Ausgangspunkt für die Experimente.

Es sind taktile, auditive, olfaktorische und dialogische Ausstellungsobjekte entstanden: Skulpturen zum Ertasten, Bilder zum Riechen und Texte zum Hören. Besucher:innen sind herzlich eingeladen, sich auf die Spuren multisensorischer Vermittlung zu begeben.

Mit Projekten von Nicolle Banús, Maximilian Barthel, Melina Betsch, Martin Braun, Valeska Josefina Braun, Lea Dlouhý, Joshua Haack, André Hofer, Lara Jacob, Hannah Jahn, Lisha Kable, Sebastian Matschke, Sarah Mierzchala, Deborah Müller, Mandana Paydar, Nina Peters, Karl Schieber, Johanna Schumacher, Janine Stiefel, Claudia Stoleru, Charlotte Terzer, Carla Trapp, Teresa Van

Projektleitung: Ursula Gillmann, Professur für Ausstellungsdesign und Vermittlungskonzeptionen (Hochschule Darmstadt), Nicola Lepp, Professur für Kultur und Vermittlung (Fachhochschule Potsdam) und Lea Budzinski, Lehrbeauftragte (Fachhochschule Potsdam)

Unter Mitwirkung von Reiner Delgado, Karla Faßbender, Andreas Krüger, Christian Polack, Christine Rieger, Siegfried Saerberg, Dirk Sorge

Mit Unterstützung der Herbert Funke-Stiftung

Projektpräsentation „Von Sinnen. Multisensorische Erkundungen der Stadt“ von Studierenden der Hochschule Darmstadt und Fachhochschule Potsdam

Ausstellungsdauer:
22.7.– 22.8.22 in 207 m². Raum für Aktion und Kooperation

Zusätzliche Informationen
Anmeldung/Buchung: Ohne Anmeldung