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Jessica Ekomane

Das Schaffen der Komponistin und Computermusikerin Jessica Ekomane baut auf der Vermittlung zwischen Kontrasten und der Hinterfragung von kulturellen und sozialen Normen auf. Im Rahmen von „Topographies of Hearing“ dient ihre Arbeit „Bonds“ als Intervention im öffentlichen Raum. Sie bedient sich der Glockenspiele der Nikolaikirche, im Tiergarten nahe dem Haus der Kulturen der Welt und der Parochialkirche.


Während diese repräsentativen Klangwahrzeichen gemeinhin die Funktion ausüben, die Stunden des Tages und Ereignisse zu verkünden, werden sie durch die Intervention anders verwendet: Durch sie drückt sich die Möglichkeit einer anderen individuellen sowie kollektiven Zeitwahrnehmung aus. Ekomanes Arbeit liefert Impulse für persönliche Affekte und soziale Dynamiken, die über die ästhetische Erfahrung hinaus eine tiefere Auseinandersetzung mit Hörgewohnheiten anstoßen.

„Topographies of Hearing“ ist eine von MaerzMusik initiierte Reihe von Klanginstallationen, Konzerten und Langzeit-Kompositionen, die Fragen nach immersiven Hörbegegnungen und deren Erfahrung jenseits von Konzert- und Aufführungsräumen stellt.

Inspiriert von der Arbeit Maryanne Amachers lädt das Festival Audrey Chen, Hugo Esquinca, Christina Kubisch und Jessica Ekomane dazu ein, in der Library im Haus der Berliner Festspiele, in der Akademie der Künste, im SAVVY Contemporary und an weiteren Orten in Berlin ortsspezifische Soundarbeiten zu schaffen, die sich mit akustischen Bildern und Szenografien des Ohrs auseinandersetzen.

Die Arbeiten untersuchen das Verhältnis zwischen Publikum und Raum. Durch Live-Konzerte und Aufführungen, die zu spontanen oder vorher festgelegten Zeiten während des Festivalzeitraums organisiert werden, begleiten sie die MaerzMusik sowohl als immersive Räume des Zuhörens als auch als kollektive Erfahrungen, die die Politiken des Zuhörens im Gegensatz zum westlichen Kontext eines Konzertsaals oder der Sterilität von Ausstellungsräumen auf den Prüfstand stellen. Physiologische Beschränkungen – sitzend, frontal, verrenkt – werden in neue Bereiche des Komponierens und Aufführens von Musik und Klang verwandelt.

Wie können Menschen ihre Bewegungen zum Klingen bringen? Wie formt der Raum menschlichen Klang? Welchen klanglichen Abdruck hinterlassen – menschliche – Körper? Und was können Klänge, die vorher da waren, über die Vergangenheit erzählen, das Heute und Morgen choreografieren.


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