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Literatur LIVE

Der Zugriff auf Zeit ist eine Frage von Macht und Freiheit. Wer hat Zeit, gegen Bezahlung zu arbeiten, und wer nicht? Wer hat Zeit, für seine Interessen einzutreten? Heute wird die meiste Zeit der Erwerbsarbeit zugestanden, nur ökonomisch Verwertbares gilt als wertvoll. Für soziale Beziehungen, Sorgearbeit und Erholung bleibt zu wenig Platz. Zeit ist höchst ungerecht verteilt – der materielle Wohlstand hat sich nicht in Zeitwohlstand übersetzt.

Teresa Bücker
Teresa Bücker © Paula Winkler

Zeitarmut treibt Menschen in Vereinzelung und Erschöpfung, zerstört Familien und Freundschaften, sie macht politisches Engagement zu einer Klassenfrage. Ein gutes Leben für alle kann nur gelingen, wenn alle verstehen, wie drängend Zeitgerechtigkeit ist, und endlich die Debatte darüber beginnen, wie alle ihre Zeit neu verteilen. Alle müssen den Glaubenssatz überwinden, dass Zeit Geld sei, und alle müssen sich der Zeit derer annehmen, deren Bedürfnisse bislang wenig zählen.

Die Menschen brauchen jetzt eine radikal neue Zeitkultur – sie ist der Schlüssel für Geschlechter- und Generationengerechtigkeit, für eine nachhaltige Ökonomie und eine lebenswerte Zukunft.

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