Einleitung von Qu Chang und Jessica Kwok
Das Screening reflektiert körperliche Verflechtungen, die durch die unsichtbare Verbindungen zwischen Innerlichkeit, Viszeralität und Dunkelheit gewoben sind.
Die im Rahmen dieser Vorführung vorgestellten Kurzfilme und Videoarbeiten stellen Körper – sowohl lebende als auch tote, menschliche wie pflanzliche – als formbare Träger von Träumen, Erinnerungen, Wunden und Geschichten von Gewalt dar.
Ma Qiusha präsentiert einen Monolog, den sie mit einer Rasierklinge im Mund vorträgt. Sie erzählt von Kindheitserinnerungen, in denen die Liebe einer Mutter als sowohl selbstlos wie auch als gewalttätig empfunden wird.
Mai Ling hinterfragt konventionelle Vorstellungen von asiatischer Weiblichkeit, indem sie Verbindungen zwischen Frauenkörpern und Kudzu-Pflanzen herstellt. Maya Watanabe dokumentiert das Innere eines Schädels als komplexe Landschaft und zeichnet dabei die bewaffneten inneren Konflikte in Peru während der Zeit von 1980 bis 2000 nach.
Han Mengyun reflektiert anhand buddhistischer Sutras ihre eigene Wochenbettdepression und geht der Frage nach, wie sich die Erfahrungen von Frauen über verschiedene Regionen und Zeiträume hinweg verbinden ließen. Als wesentlicher Bestandteil der körperlichen Erfahrung werden die konzeptuellen und visuellen Themen Dunkelheit und Nacht durch die Vervielfachung der Projektionsleinwände vertieft – sowohl hinsichtlich der darin enthaltenen gefühlten Verletzlichkeit als auch in Bezug auf die regenerative Kraft, die sie entfesseln.
Zu Beginn der Vorführung geben Qu Chang (HKW, Berlin) und Jessica Kwok (Asymmetry Foundation, London) eine Einführung.
Liste der gezeigten Werke:
- Maya Watanabe, Bullet, 2021, 10'
- Ma Qiusha, From No.4 Pingyuanli to No.4 Tianqiaobeili, 2007, 7' 54"
- Mai Ling, Becoming Stickiness, 2023, 25' 07"
- Han Mengyun, Night Sutra, 2024, 46' 13"
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