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Buchtaufe: "BULLAUGE" (SUHRKAMP)

Buchtaufe: Friedrich Ani, der „Meister des Noir“ liest aus seinem neuen Roman Roman  „Bullauge“ und Gedichte aus  „Die Raben von Ninive“ (Suhrkamp Verlag).

Veranstaltungen in Berlin: LESUNG MIT FRIEDRICH ANI
© Suhrklamp Verlag

Der Polizist Kay Oleander wurde auf einer Demo mit einer Bierflasche im Gesicht getroffen. Dabei hat er sein linkes Auge verloren. Vom Dienst freigestellt, bringt er sich eher mühsam durch den Tag, bis ihn das Schicksal mit Silvia Glaser zusammenführt. Seit einem Fahrradunfall ist auch sie eine Versehrte. Auf unverhoffte Weise finden die beiden Halt aneinander. Und das, obwohl sie im Verdacht steht, für Oleanders Unglück verantwortlich zu sein.
Silvia Glaser fand nach dem Unfall, der ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt hat, Zuflucht bei einer rechtspopulistischen Partei. Sie möchte aussteigen, wagt es aber nicht, weil sie Repressalien fürchtet. Als sie von Plänen der Parteispitze zu einem Attentat erfährt, weiht sie Oleander ein. Die beiden beschließen, den Anschlag zu verhindern. Dafür brauchen sie Verbündete, doch die sind für zwei wie sie nicht leicht zu finden …

Friedrich Ani erzählt mitfühlend und lakonisch die Geschichte zweier Versehrter, die allen Widrigkeiten zum Trotz zueinander finden und sich zusammenraufen, um ein Mal etwas richtig zu machen in einem Leben, das sich schon lange falsch anfühlt.    

Friedrich Ani wurde 1959 in der oberbayerischen Gemeinde Kochel am See als Sohn einer Schlesierin und eines Syrers geboren. Schon früh schrieb er Theaterstücke, später arbeitete er als Polizeireporter und Autor für den Hörfunk. Auch Drehbücher gehören zu seinem Repertoire. Hier war er unter anderem bereits für den Tatort, Rosa Roth und andere Fernsehserien und Fernsehfilme tätig. Seinen ersten Roman veröffentlichte Friedrich Ani 1996.
Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der Deutsche Krimi Preis, den er bereits sieben Mal erhielt, der Stuttgarter Krimipreis, der Adolf-Grimme-Preis sowie die Goldene Romy in Wien. Ani lebt in München und zählt zu den bekanntesten Kriminalschriftstellern im deutschsprachigen Raum. Er ist Mitglied des Autorenverbandes P.E.N-Berlin. Sein Verlag nennt Ani den „Meister des Noir“. Der Autor selbst beschreibt dieses Genre als eines, bei dem selbst die „Kuschelecken vermint“ seien. Daraus entstehen Romane, die Ani zufolge die klassische Krimi-Gattung oftmals sprengen. Ani ist bekannt dafür, sich nicht dem allgemeinen Trend nach immer brutaleren und absurderen Morden anzuschließen.  

Eine der bekanntesten Figuren des Autors ist Tabor Süden. Der Vermisstenfahnder, der später ins Privatdetektiv-Fach wechselt, besitzt eine außergewöhnliche Wahrnehmung für die Angehörigen von Verschwundenen. Er hört zu, er schweigt, er stellt fest – und bringt gerade dadurch sein Gegenüber zum Reden. Auch den Schreibstil von Ani beschreibt die Kritik gern als außergewöhnlich: Er spielt mit Worten, erfindet Begriffe, bildet stimmungsvolle Sätze. So entstehen kurzweilige und authentische Romane.  

Friedrich Anis Werke sind thematisch anspruchsvoll, aber dennoch nicht sperrig, sondern flüssig zu lesen. Immer wieder verlassen seine Bücher das Genre des Kriminalromans und spiegeln komplexe gesellschaftliche Probleme, verpackt in spannende Geschichten, deren Realismus manchmal schmerzt.    

Eitnritt: 12 € (Eventbrite).
In Zusammenarbeit mit der Tucholsky Buchhandlung und dem Suhrkamp Verlag

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Zusätzliche Informationen
Teilnehmende Künstler
Freidrich Ani
Termine
Datum
Tor218Artlab