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Sterben muss jede:r alleine. Je nachdem, wie nah das Ende heranzurücken scheint, tritt diese Tatsache mehr oder weniger in den Vordergrund, und kann, je nach Möglichkeiten, das Bemühen um Gemeinschaft wecken. Einsamkeit wird in der Philosophie als Tugend betrachtet, die das Denken ermöglichen soll, aber auch als existenzieller Schmerz anerkannt, den es als Preis für Freiheit zu zahlen gilt.


Neben dieser heroischen Einsamkeit gibt es jedoch auch klandestinere, schleichende Formen des Alleinseins, Ausgegrenztseins, der Isolation, des Nicht-Ankommens. Manchmal wird diese Einsamkeit spürbar als das Gewicht von Beziehungen, die nicht sein dürfen. Im Gespräch wollen wir uns damit beschäftigen, welche Formen der Einsamkeit sich in Krisenzeiten besonders schneidend aktualisieren und welche vielleicht durch die erlebte Brisanz des historischen Moments aufgehoben werden. (Die Veranstaltung findet auf Englisch statt).
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