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Ein Programm zur Sonderausstellung "schrecklich schön" erzählt von Kathleen Rappolt und Jan Sell

Kurdisch, Spanisch, Schwäbisch, Italienisch, Arabisch, Gebärdensprache, Norwegisch und Deutsch: Geschichten zu erzählen funktioniert in allen Sprachen und sogar, wenn zwei Erzähler*innen zwei unterschiedliche Sprachen sprechen. In Tandems werden zwei Sprachen zu einer Erzählung und egal ob man nur eine Sprache spricht, die andere vielleicht nur schon mal gehört hat, oder ob man beide Sprachen versteht – die Geschichte wird für alle lebendig!

Erzählt mir was! Geschichten erzählen im Humboldt Forum
Erzählt mir was! Geschichten erzählen im Humboldt Forum © Stiftung Humboldt im Berliner Schloss / Foto: Frank Sperling

Professionelle Erzähler*innen haben viele Geschichten mitgebracht: Sie verbinden Erzählstoffe, Mythen und Motive über Sprachen hinweg. Sie halten Kulturen und Traditionen lebendig und erfüllen sogar Objekte mit neuem Leben! In einer Erzählung steht der Stein, aus dem die Fassade gemacht wurde, im Mittelpunkt, bei einer anderen eine kleine Schnecke. Die Erzählungen greifen das Werk von Alexander und Wilhelm auf und entführen uns in die unzähligen Geschichten über Toleranz und Respekt. Jedes Wochenende werden andere Geschichten für Kinder ab 4 Jahren und deren Familien jeweils auf Deutsch und einer anderen Sprache erzählt.

Stärke - Ein Programm zur Sonderausstellung "schrecklich schön" erzählt von Kathleen Rappolt und Jan Sell

Auf der Insel Elephanta regiert ein guter Mäusekönig, der aber leider nicht glücklich ist. Er weiß nicht, wie ein Elefant aussieht: Ist er groß oder klein, stark oder schwach, hat er Flügel oder Beine? Fünf tapfere Mäuse begeben sich nun auf eine abenteuerliche Reise quer durch Indien, in der Hoffnung, dem König zu helfen. In Westafrika fragen sich die Tiere, wer denn wohl am stärksten ist. In einem Wettkampf soll dies geklärt werden. Alle Tiere treffen sich und präsentieren ihre Stärken, laut umjubelt und beklatscht. Als der Mensch an der Reihe ist, wird es totenstill. “War das Stärke?” fragen sich die Tiere des Waldes ängstlich. Frei nach zwei Märchen, einem aus Indien und einem aus West-Afrika, erzählen die Künstler*innen Kathleen Rappolt und Jan Sell von der Stärke und den Eigenschaften von Elefanten in Deutscher Gebärdensprache und Deutsch.

Kathleen Rappolt studierte in Berlin Kindheitspädagogik (ASH), anschließend Master in Theaterpädagogik und Künstlerisches Erzählen. Storytelling in Art and Education (UdK Berlin). Seit 2012 ist sie freiberufliche Erzählerin, Theaterpädagogin und Dozentin und hatte zahlreiche Engagements an verschiedenen Theatern, nationalen und internationalen Storytelling Festivals sowie Bildungseinrichtungen und in diversen Projekten, unter anderem ErzählZeit. Seit September 2019 ist sie Ensemblemitglied im Theater oN. Von 2015 bis 2019 war sie künstlerische Leiterin und Moderatorin der Erzählbühne Berlin.

Jan Sell wuchs in einem Gehörloseninternat auf. Schon damals erzählte er den anderen Kindern im Schlafsaal Gute-Nacht-Geschichten und entwickelte spannende Dialoge zu Filmen im Fernsehen, da es in der DDR keine Untertitel gab. Schon mit 15 Jahren stand er auf der großen Bühne und wirkte seitdem an unterschiedlichen Theaterproduktionen mit. 2003 wurde er für die Rolle des Bruno im Theaterstück Martha und 2014 für die Rolle des Gildo in Gott ist taub als bester Darsteller ausgezeichnet. Derzeit arbeitet Jan Sell als Darsteller, Editor und Operator im Medienbereich des ZfK e.V. und als Geschichtenerzähler.
  • 3 EUR, ermäßigt 1,50 EUR
  • Buchen Sie Ihr Ticket vorab online oder an der Kasse im Foyer.
  • Der Zugang zum Saal 3 ist im Schlüterhof neben dem Skulpturensaal.
  • Dauer: 30 min
  • Deutsch, Deutsche Gebärdensprache
  • Rollstuhlgerecht
  • Saal 3, EG

Unser Tipp: Gute Geschichten in guten Büchern und Katalogen finden, besuchen Sie den Shop im Humboldt Forum, auch online!

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