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Lesung mit Çiçek Bacik, Rosaria Chirico, Serkan Deniz und Koray Yılmaz-Günay

Ab Mitte der 1950er-Jahre leisteten die sogenannten Gastarbeiter*innen einen erheblichen Beitrag zum sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland und hatten gleichzeitig mit Rassismus und Diskriminierung zu kämpfen. Ihre Geschichten und Perspektiven bleiben jedoch bis heute meist unsichtbar und unerzählt – oder werden instrumentalisiert. Nun lassen ihre Kinder und Enkelkinder die damaligen Arbeits-, Wohn- und Lebensverhältnisse aufleben und erzählen vom Erreichen und Überqueren von Grenzen aller Art: zwischen Generationen, Ländern, Sprachen und Menschen.


Die Autor:innen der Gruppe "Daughters and Sons of Gastarbeiters" arbeiten als Journalist:innen, Lehrer:innen, politische Aktivist:innen, Bildungsberater:innen, Wissenschaflter:innen, Jurist:innen usw. Sie engagieren sich in der offenen Autor:innengruppe, die Çiçek Bacik, gemeinsam mit Ferda Ataman, 2015 gründete.

In immer verschiedener Zusammensetzung lesen sie ihre Texte in Museen, Theatern, Bildungs- und politischen Einrichtungen vor. Während der Lesungen zeigen sie Fotos aus den eigenen Familienalben und holen damit eine Generation auf die Bühne, deren Stimmen bis heute oft ungehört blieben.

 
Çiçek Bacik ist Co-Initiatorin der Daughters and Sons of Gastarbeiters. Sie studierte Neuere Deutsche Literatur und Französische Philologie an der Freien Universität Berlin und an der Sorbonne. 2012 promovierte sie über türkische Fernsehsender in Deutschland. Sie arbeitet als Grundschullehrerin in Berlin.

Rosaria Chirico studierte in Düsseldorf und Berlin Germanistik, Philosophie und Romanistik. Sie ist freiberufl. Schreibtrainerin und Coach und arbeitet in einer Berliner Bildungsberatungseinrichtung, wo sie sich u.a. für eine qualifikationsadäquate Arbeitsmarktintegration migrantischer Frauen einsetzt.  

Serkan Deniz studierte Germanistik und Anglistik an der Technischen Universität Berlin. Er ist „Black Metal hörender, satanistisch geprägter agnostischer Buddhist mit muslimischem Hintergrund“, Projektkoordinator (Cultural Relations) und Festival-Veranstalter (Heavy Metal). Er arbeitet als Lehrer in Berlin.

Koray Yılmaz-Günay ist Co-Leiter der Geschäftsstelle des Migrationsrats Berlin e.V., einem Dachverband von fast 80 Migrant*innen-Selbstorganisationen. Darüber hinaus arbeitet er in der politischen Bildung sowie als Dolmetscher und Übersetzer. Ende Januar 2015 gründete er den Verlag Yılmaz-Günay.

 

  • Eintritt frei
  • Lesung in deutscher Lautsprache
  • Rollstuhlgerechter Zugang

 

Die Lesung wird gefilmt und später auf der Webseite www.versammeln-antirassismus.org veröffentlicht.


Die Ausstellung „Ver/sammeln antirassistischer Kämpfe – Ein offenes Archiv“ in der ersten Etage des Museums ist vor der Lesung für den Besuch geöffnet.

Zusätzliche Informationen
Treffpunkt: Dachetage (5. OG)

Preisinformationen: Eintritt frei
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