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Nikolaiviertel
Nikolaiviertel © visitBerlin, Foto: Kristin Buller

Nikolaiviertel

Lebendige Stadtgeschichte

Enge Gassen und gemütliche Häuser: Der Charme des alten Berlins wird lebendig im idyllischen Nikolaiviertel. Entdecken Sie Berlin, wie es einst war.

Die tosende Großstadt bleibt zurück, kleine Häuser statt Hochhäusern, enge Gassen statt weitläufiger Boulevards:  Nur der Fernsehturm über den Dächern erinnert Sie noch daran, dass das Nikolaiviertel keine romantische Kleinstadt ist - sondern mitten im quirligen Berlin liegt.

Das idyllische Nikolaiviertel ist das älteste Wohngebiet Berlins. Doch seine mittelalterlich anmutenden Gassen und gemütlichen Häuschen sind zum größten Teil Bauten der Nachkriegszeit.

Geschichte des Nikolaiviertels

Im Mittelalter verläuft an dieser Stelle in Berlin eine Handelsstraße. Handwerker und Händler ließen sich an der Kreuzung von Fluss und Straße nieder. Um das Jahr 1200 entsteht die Kirche St. Nikolai. Sie war das Herzstück der neuen Siedlungen Berlin und Cölln auf den beiden Seiten der Spree, die mit dem Mühlendamm verbunden sind.
 
Bis zum Zweiten Weltkrieg ist das Viertel geprägt durch Gasthöfe, Läden, Höfe und Handwerksbetriebe. Künstler wie Kleist, Hauptmann, Ibsen, Casanova, Strindberg oder Lessing leben oder logieren hier. Bombenangriffe zerstören schließlich das Viertel 1944 weitgehend. Es bleibt lange Zeit als brachliegende Trümmerlandschaft liegen.

Erst im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 750. Stadtjubiläum Berlins werden von 1981 bis 1987 die Ruinenlandschaft unter Leitung des Architekten Günter Stahn rekonstruiert. Nach historischen Vorbildern sind die Häuser und Straßen nachgebildet, so dass die Illusion eines Stücks Alt-Berlin entsteht. Die historisierenden Plattenbauten lassen das Viertel wie eine gemütliche Puppenstube wirken. Mit seinem idyllischen Charme  und zahlreichen Restaurants, Cafés und Kneipen gehört es zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die Nikolaikirche

Die Nikolaikirche mit ihrer markanten Doppelspitze ist das Herz des Viertels. Nach dem Wiederaufbau 1987 beherbergt die Nikolaikirche eine Dauerausstellung zur Geschichte der Kirche und des Nikolaiviertels. Jeden Freitag um 17 Uhr gibt es ein Orgelkonzert zum Zuhören – Entspannen – Nachdenken.

Ephraimpalais und Knoblauchhaus

Verpassen Sie nicht die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Dazu gehört neben der Nikolaikirche das Ephraimpalais, ein Meisterwerk der Berliner Palaisarchitektur des 18. Jahrhunderts. Das Ephraimpalais mit seiner sanft geschwungenen Rokkokofassade gehört zur Stiftung Stadtmuseum. Wechselnde Ausstellungen stellen Berliner Geschichte und Kultur vor.
Ebenso schön ist der Barockbau des Knoblauchhauses von 1760, dessen Räumlichkeiten mit den wertvollen Möbeln einen spannenden Einblick in die großbürgerliche Welt vermitteln.
Das Theater im Nikolaiviertel zeigt Stücke im Berliner Lokalkolorit. „Berliner Schnauze im Herzen der Stadt“ lautet das Motto des Theaters direkt neben der Nikolaikirche. Im kleinen Saal laufen Stücke wie Zille sein Milljöh oder Der Insulaner verliert die Ruhe nicht, welche  typische Berliner Geschichten humorvoll und kurzweilig erzählen.

Die Bronzeskulptur St. Georg im Kampf mit dem Drachen werden Sie bei Ihrem Spaziergang durch das Nikolaiviertel nicht übersehen. Sie schmückt einen kleinen Platz im Viertel.

Restaurants und Cafés Im Nikolaiviertel

Für eine Pause beim Stadtbummel oder einen gemütlichen Abend gibt es im Nikolaiviertel über 20 Restaurants, Cafés und Kneipen – viele  mit regionalen Gerichten und typischem Berliner Ambiente.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

  • Rotes Rathaus
  • Fernsehturm
  • Alexanderplatz
  • St. Marienkirche
  • Historischer Hafen

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