Nachhaltig essen in Berlin
Empfehlungen für Foodies
Nachhaltig essen in Berlin, das heißt vor allem: Unendliche Möglichkeiten. Nie war es so einfach, etwas Neues auszuprobieren und die ersten Schritte zu mehr Nachhaltigkeit zu gehen. Ganz gleich ob Sie sich dauerhaft umstellen möchten oder nur ab und an fleischfrei und ohne ohne tierische Produkte unterwegs sind - vom Frühstück übers Mittagessen bis hin zum Dessert können Sie in Berlin problemlos einen veganen Tag einlegen.
Vegan und vegetarisch frühstücken

Mit diesen drei Tipps fällt es nicht schwer, fleischfrei und ohne tierische Produkte in den Tag zu starten. Das Frühstück fühlt sich dabei keinesfalls wie Verzicht an. Die Haltung von Tieren zur Produktion von Fleisch und anderen tierischen Produkten erzeugt im Vergleich zu veganen und vegetarischen Produkten ein Vielfaches an CO2 und verbraucht deutlich mehr Trinkwasser. Dauerhaft oder so oft wie möglich fleischfrei zu essen, ist also ein echter Quick Fix für mehr Nachhaltigkeit!
Unsere Empfehlungen:
FREA Bakery: Hier ist das Frühstück vegan und erzeugt besonders wenig Abfall. FREA arbeitet nach dem Motto „Full taste, zero waste“. Die Bäckerei ist ein Ableger des beliebten gleichnamigen Restaurants, das mit einem grünen Michelin Stern ausgezeichnet wurde.
Geh Veg: Neben herzhaften und süßen veganen Frühstücksangeboten gibt es hier eine große Auswahl an Smoothies und Shakes. Alle Brotaufstriche stammen aus eigener Herstellung und auch Kuchen und Brot werden bei Geh Veg selbst gebacken.
Haferkater: Porridge mit verschiedensten Toppings – leckerer und einfacher geht veganes Frühstück nicht. Die Basis für den Porridge bildet deutscher Hafer aus kontrolliertem Anbau. Und auch sonst hat das Berliner Original sich ganz dem nachhaltigen Wirtschaften verschrieben.
Lokal und saisonal

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Verarbeitung von saisonalen und lokalen Lebensmitteln. Am besten ist die Kombination aus veganer oder vegetarischer Kost und einheimischen Produkten, um lange Transportwege zu minimieren. Ein schöner Nebeneffekt ist außerdem die Stärkung lokaler Landwirt:innen und Händler:innen.
Unsere Empfehlungen:
Café Nullpunkt: Das vegane Café hat ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept, das bei bio-zertifizierten, saisonalen Lebensmitteln ansetzt und die Themen Kompostierung und Recycling mitdenkt.
Mutter Fourage: Perfekt für einen Ausflug nach Wannsee – der Hof mit Kulturscheune, Galerie, Gärtnerei und Feinkostladen wird durch sein schönes Café komplettiert. Hier gibt es Frühstück, Mittagessen und Kuchen, ein Großteil der Produkte stammt von regionalen Produzent:innen.
Bonvivant: Die raffinierte vegetarisch-vegane Speisenauswahl des Bonvivants wird durch Cocktailkompositionen ergänzt. Nicht nur beim Essen, auch bei den Zutaten der Mixgetränke wird auf die Herkunft der Produkte geachtet.
Internationale Küche

Berlin ist bekannt für seine lebendige, internationale Esskultur. Zum Glück gibt es in den meisten Kulturen leckere, vegane und vegetarische Gerichte. So fällt es nicht schwer, das Thema Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Viele Berliner Gastronom:innen finden eine gute Balance aus exotischen Zutaten und regionalen Produkten.
Unsere Empfehlungen:
Oukan Dining: Inspiriert von buddhistischer Tempelkost steht hier Achtsamkeit im Vordergrund. Von der Auswahl der rein pflanzlichen Zutaten über das Design-Konzept des Restaurants bis hin zu den verschiedenen Arten der Zubereitung, alles wirkt wie ein ganzheitliches meditatives Ritual.
Satyam: Die veganen und vegetarischen Gerichte des indischen Restaurants folgen den Lehren der ayurvedischen Küche. Im Hinterhof befindet sich der erste Shiva- und Ganesha-Tempel Berlins. Ein Highlight ist das rein vegetarisch-vegane Buffet zum Sonntags-Brunch.
Momos: Cleveres Konzept rund um vegetarische Dumplings in acht verschiedenen Geschmacksrichtungen, dazu gibt es aromatische Dips.
Fine Dining

Wer auf der Suche nach gehobenen veganen Alternativen ist, sucht in Berlin nicht lange. Ganze acht Restaurants haben in der Hauptstadt grüne Michelin Sterne inne, teilweise zusätzlich zu ihren konventionellen Sternen. Das FREA haben wir oben bereits vorgestellt, doch jedes einzelne der ausgezeichneten Restaurants begeistert durch kreative, nachhaltige Küche.
Weitere Empfehlungen für grüne Sterneküche in Berlin:
TISK: Die verwendeten Zutaten stammen vom eigenen Bauernhof in Brandenburg, getreu des Konzepts „Farm to table“ wird Nachhaltigkeit großgeschrieben. TISK kommt etwas rustikaler daher und setzt auf junge urbane Kochkunst.
Nobelhart & Schmutzig: Gäste sind hier durch ein offenes Raumkonzept ganz nah dran, wenn nachhaltige Sternegerichte für sie gezaubert werden. Das Restaurant bezeichnet sein Konzept selbst als „brutal lokal“.
Horváth: Hochwertige regionale Zutaten sind der Schlüssel zu den kreativen Geschmackskompositionen. Gemüse steht im Zentrum und ist der Star der Show.
Vegane Desserts

Gerade wenn wir an Kuchen und Süßspeisen denken, können wir uns vegane Alternativen oft nur schwer vorstellen. Zum Glück haben kreative Bäcker:innen, Patissiers und Patissière umwerfende Alternativen erfunden, bei denen wirklich kein Desserttraum unerfüllt bleibt.
Unsere Empfehlungen:
Brammibal's: Das in Berlin gegründete Donut-Unternehmen hat mittlerweile Kultstatus erreicht. Die veganen Donuts schmecken besser, als ihre traditionell hergestellten Vorbilder. Ein absolutes Muss für vegane und nicht vegane Schleckermäuler.
Chimneys: Baumstriezel werden hier auf ein neues Level gehoben. Die veganen, zuckrigen Teigrollen von Chimneys in verschiedenen Geschmacksrichtungen werden zusätzlich mit Eiscreme und Saucen gefüllt und mit Toppings versehen. Zusätzlich gibt es traumhafte vegane Cookies und opulente Zimtschnecken.
Mehr Tipps finden Sie hier: Nachhaltige Restaurants und vegetarische und vegane Küche.