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Musikinstrumenten-Museum

Historische Klänge

400 Jahre europäische Instrumente: Erfreuen Sie sich an Form, Farbe und Klang der rund 800 ausgestellten Exponate im Musikinstrumenten-Museum Berlin.

Im Berliner Musikinstrumenten-Museum betreten Sie die Welt der europäischen Musikinstrumente vom 16. bis 21. Jahrhundert. Dabei hat die Fantasie der Instrumentenbauer manchmal recht sonderbare Blüten getrieben. Oder haben Sie schon einmal etwas von der Sparzierstockgeige oder dem Wurstfagott gehört? Im Musikinstrumenten-Museum Berlin finden Sie sie alle versammelt: Von den mehr als 3.000 Instrumenten präsentiert die Ausstellung um die 800. Unter der Leitung des Staatlichen Instituts für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz erforscht man hier das historische Instrumentarium. Aber nicht nur das: Die Hilfsmittel der Musiker werden liebevoll gepflegt und in spielbaren Zustand versetzt. So hören Sie heute noch die Klänge der europäischen Musikgeschichte.

Eine Sammlung für Augen und Ohren

Das imposante Haus mit der modernen Fassade und dem großen Vordach sehen Sie schon von Weitem. Seit 1984 ist es Sitz des Musikinstrumenten-Museums in Berlin. Philipp Spitta und Joseph Joachim gründen im Jahr 1888 die Sammlung. Ein Großteil der über 4.000 Instrumente geht im Zweiten Weltkrieg verloren. Heute besitzt das Museum wieder eine der repräsentativsten Sammlungen Deutschlands. Durch die gläsernen Eingangstüren betreten Sie das Foyer und gleich darauf den großen, hellen Ausstellungsraum. Er erinnert an ein Konzerthaus und ist kreisförmig mit einer umlaufenden Empore offen und lichtdurchflutet gestaltet. Im Mittelpunkt steht die weiß-goldene Mighty Wurlitzer, die größte Kino- und Theaterorgel Europas. Rund um die Orgel stehen unzählige Tasteninstrumente. Durch die großen Fenster fällt helles Tageslicht auf die Cembali und Clavichorde aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert. Besonders beeindruckend sind die vier Ruckers-Cembali. Die reich bemalten Instrumente aus dem 17. Jahrhundert kommen aus der berühmten Werkstatt in Antwerpen. Rundherum stehen außerdem Schaukästen mit Streichinstrumenten. Zur Sammlung des Museums zählen Geigen aus den Werkstätten der italienischen Meister aus Cremona. Die Namen Amati, Guarneri und natürlich Stradivari klingen Ihnen in den Ohren. Eine breite Wendeltreppe führt Sie hinauf zur Galerie. Auf der ausladenden Empore finden Sie weitere zahlreiche Tasten-, Saiten-, Holz- und Blechblasinstrumente. Mit den frühen elektronischen Instrumenten nähern Sie sich schließlich der Moderne. Jeden Samstag erleben Sie übrigens die Mighty Wurlitzer live bei einer Vorführung. Begleitet von Donnergrollen, Vogelgezwitscher und Glockengeläut entführt Sie der Organist in die Welt des frühen Kinos und Theaters.

Besonderheiten im Musikinstrumenten-Museum Berlin

  • Hammerflügel, an dem Carl-Maria von Webers seinen „Freischütz“ komponiert hat
  • Bachs Cembalo und das Reisecembalo von Friedrich dem Großen
  • seltene Naumburger Blasinstrumente aus dem Frühbarock
  • Querflötensammlung von Friedrich II. von Preußen
  • Arpeggione (Streichinstrument) von Anton Mitteis aus dem 19. Jahrhundert

Direkt um die Ecke: die Berliner Philharmonie

Das Musikionstrumenten-Museum liegt unmittelbar an der Berliner Philharmonie und ist Teil des Ensembles aud Philharmonie und Kammermusiksaal. Täglich um 13:30 Uhr bietet das Haus Führungen durch die Räumlichkeiten an. Diese finden in Deutsch, Englisch oder auf Nachfrage auch in weiteren Sprachen statt. Wenn Sie dienstags schon 13 Uhr erscheinen, erleben Sie wöchentlich eines der originellen Lunchkonzerte. Ein besonderes Extra: Neben dem 40- bis 50-minütigen Programm erhalten Sie ein gutes Essen auf der Veranstaltung.

Unsere Tipps für den Besuch des Musikinstrumenten-Museums Berlin

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie das Museum am schnellsten über die Busstation Philharmonie Süd mit der Linie M41. Alternativ fahren Sie mit den S-Bahn-Linien S1, 2, 5, 25 oder der U-Bahn U2 bis zum Potsdamer Platz. Von hier sind es circa 5 bis 8 Minuten zu Fuß zum Museum. Auch die Parkhäuser der Philharmonie un d des SonyCenters sind direkt um die Ecke. Mit dem Museumspass haben Sie freien Eintritt. Audio- und Multimediaguides sind in Deutsch und Englisch verfügbar. Öffentliche Führungen mit spannenden Klangbeispielen finden donnerstags um 18 Uhr und samstags um 11 Uhr statt. Sonderführungen mit ausgewählten Themenschwerpunkten oder für Kinder und Jugendliche buchen Sie nach Absprache. Die Berliner Kulturprojekte bieten außerdem Workshops für Schulklassen und Jugendgruppen an.

 

Öffnungszeiten

Dienstag 9:00 – 17:00
Mittwoch 9:00 – 17:00
Donnerstag 9:00 – 20:00
Freitag 9:00 – 17:00
Samstag 10:00 – 17:00
Sonntag 10:00 – 17:00

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