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Ausgangspunkt der Performance des dänischen Komponisten und Installationskünstlers Simon Steen-Andersen ist das Gehen, die natürliche Fortbewegungsart des Menschen, die in Zeiten technologiebedingter Mobilität aus dem Fokus gerät: »ein Mittel der Fortbewegung für diejenigen organischen Geschöpfe, welche willkürliche Bewegung und Füße haben«, wie es ein Lexikoneintrag aus dem frühen 19. Jahrhundert in Worte zu fasst.

Étienne-Jules Marey: Chronophotographie des Gehens, um 1883 (zeno.org, gemeinfrei)
Étienne-Jules Marey: Chronophotographie des Gehens, um 1883 (zeno.org, gemeinfrei) © Étienne-Jules Marey: Chronophotographie des Gehens, um 1883 (zeno.org, gemeinfrei)

Erst später durch die Erfindung der Fotografie und durch Experimente konnten komplexe Bewegungsabläufe wie das Gehen sicht- und verstehbar gemacht werden. Wie in den Versuchsanordnungen früher Bewegungsforscher dekonstruiert Simon Steen-Andersen, dessen Werke regelmäßig bei Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, Ultraschall, den Wittener Tagen für neue Kammermusik und Eclat sowie von wichtigen Orchestern und Neue-Musik-Ensembles aufgeführt werden, das Phänomen des Gehens als theatrales wie musikalisches Element. Dabei widmet er sich zusammen mit dem Schweizer Schlagzeugerquartett Ensemble This | Ensemble That der Rolle, die das Gehen schon immer auf die Musik ausgeübt hat, und schafft so eine multimediale Performance über Tempo, Bewegung, Erwartung und Kausalität.
Zusätzliche Informationen
Produktion und Kompositionsauftrag der Staatsoper Unter den Linden, Musica Strasbourg, Gare du Nord Basel und KLANG Kopenhagen
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Alter Orchesterprobensaal
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