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Joachim Hentschel (Süddeutsche Zeitung), Vivian Perkovic (3sat Kulturzeit), Jenni Zylka (radioeins)

Das Jahr geht zu Ende, was zweifellos das Beste ist, was man bislang über dieses Jahr sagen konnte. Auch im Popsalon herrscht endzeitliche Stimmung. Balzer und Müller bitten ein letztes Mal zum traditionellen Jahresrückblick vor Weihnachten, Krisen und Katastrophen spielen dabei eine Rolle, aber wenigstens wurde in diesem Jahr auch wieder viel schöne und scheußliche, aber jedenfalls interessante Musik aufgenommen. Flamenco-R’n’B-Hyperpop und südafrikanischer Techno erwiesen sich als Musik der Zukunft, ein pansexueller singender Pilz von der Insel der Trolle erfreute Gehör und Gemüt, und sogar aus dem HipHop und aus Baden-Württemberg kamen einmal wieder hörenswerte Erzeugnisse.

Deutsches Theater Aussenansicht
Deutsches Theater Aussenansicht Arno Declair

Zur Diskussion der Tops und Flops 2022 wurde eine Top-Kritiker:innen-Runde versammelt:

Joachim Hentschel schreibt für die Süddeutsche Zeitung und hat mit Dann sind wir Helden im Frühjahr das pophistorische Standardwerk über die deutsch-deutsche Musik der 80er-Jahre und den Mauerfall herausgebracht; Vivian Perkovic moderiert jedermanns und -fraus letzte Lieblingsfernsehsendung Kulturzeit auf 3sat und bringt noch die trägste Gesprächsrunde zum Beben; Jenni Zylka ist nicht nur eine berühmte Psychobilly-Orglerin und Lieblingskolumnistin auf radioeins, sondern neuerdings auch die Leiterin der Perspektive Deutsches Kino bei der Berlinale.

Mehr intellektuelle Vibrationen werden an einem Dezember-Abend in Berlin ohne Frage nirgends geboten. Danach gibt es Glühwein und Gebäck auf der Terrasse.
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