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26. internationales Literaturfestival Berlin

Demokratische Werte zu verteidigen, wird angesichts globaler Umbrüche immer dringlicher. Menschen, die wegen ihrer Überzeugungen verfolgt werden und ins Exil fliehen mussten, wissen demokratische Systeme ganz besonders zu schätzen und zeigen auf: Demokratie braucht aktives Engagement und Mut.

Wie fühlt es sich an, aus der Ferne für Freiheit einzutreten? Darüber sprechen an diesem Abend im politischen Exil Lebende und Schaffende aus Literatur, Musik und dem öffentlichen Raum.

WEITERE HINWEISE

  • Einlasszeit: 17.45 Uhr
  • Sprache: Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung

MIT ANMELDUNG

Stimmen für Demokratie. Wer nicht kämpft, hat schon verloren

18.00–19.00 Uhr

Dialoge & Diskussionen

  • Mit Stella Gaitano, Mariam Meetra und Aslı Erdoğan
  • Es moderiert Shila Behjat

Auf Englisch und Deutsch mit Simultanübersetzung

Aslı Erdoğan, Stella Gaitano und Mariam Meetra mussten aus politischen Gründen ihre Heimat verlassen. Seither setzen sie ihr Schreiben und Engagement im Exil fort. Im Gespräch schildern sie ihre Erfahrungen und berichten von den Kämpfen, die sie führen, um gehört zu werden.

Was bewegt sie, auch fern der Heimat an ihren Überzeugungen festzuhalten? Welche Rolle spielt das Schreiben? Und inwiefern prägen die politischen Strukturen des Aufnahmelandes ihr Denken, Fühlen und Handeln?

Wandellesungen

19.15–20.30 Uhr

Dialoge & Diskussionen

Auf diversen Sprachen mit Deutscher und Englischer Übersetzung

In einer Reihe kurzer Lesungen und Performances stellen Autorinnen und Autoren sowie Musikerinnen und Musiker in vier verschiedenen Räumen im Dokumentationszentrum Texte, Gedichte und Songs in Intervallen vor. Während der Pausen kann zwischen den Räumen und Präsentationen gewechselt werden.

Ausstellungssaal: WTBSK: Belarusische Avantgarde in Berlin

Als Star der belarusischen Underground-Musikszene tritt Sveta Ben in vielfältiger Form in namhaften Clubs auf. 2020 entkam sie in Belarus nur knapp dem Gefängnis. Zusammen mit Sergey Novitsky und Mikhail Rodionov performt sie im Projekt WTBSK. Zu ihrer aktuellen Lebenssituation sagt sie: „Erzwungene Emigration ist eine schreckliche Erfahrung. Sie ist voller Schuldgefühle – nicht bewusst, nicht logisch, aber tief da."

Veranstaltungssaal: Stella Gaitano und Mariam Meetra

Wie beschreiben Menschenrechtsaktivistinnen und Menschenrechtsaktivisten ihr Land, das sie verlassen mussten? Die südsudanesische Schriftstellerin Stella Gaitano erzählt in Romanform über das Leben und Überleben zweier Frauen im Sudan. Die afghanische Poetin Mariam Meetra verfasst Gedichte über Kabul, die "traurigste Stadt der Welt". Beide lesen ausgewählte Passagen aus ihren neusten Werken auf Arabisch und Farsi. Mit deutscher und englischer Übertitelung.

Raum der Stille: Aslı Erdoğan: Requiem für eine verlorene Stadt

Ursprünglich sollte ihr Buch „Die Stille des Lebens" heißen, als Aslı Erdoğan es 2005 auf Türkisch verfasste. In „Requiem für eine verlorene Stadt" (Aus dem Türkischen übersetzt von Gerhard Meier. Penguin, 2022) begibt sich die Autorin auf eine poetische Reise ins Innere einer namenlosen Heldin, die sich politisch, feministisch und kulturell einmischt, und daraufhin ihr geliebtes Istanbul verlassen muss.

Bibliothek: The Poetry Project: Bahadîn Akhan, Ali Alzaeem, Razia Karimi

Bahadîn Akhan, Ali Alzaeem und Razia Karimi mussten aus ihren Heimaten, Nordkurdistan, Syrien und Afghanistan, flüchten. In Versen drücken sie ihre Gefühle und Geschichten über den Umstand aus, in der Fremde zu leben, während die Gedanken noch zuhause sind. Abwechselnd tragen sie ihre Poesie in ihrer jeweiligen Muttersprache vor, während die Schauspielerin Selin Dörkardeş die deutsche Übersetzung vorträgt.

Die Poetinnen und Poeten sind Teil von The Poetry Project.

Engagement für Demokratie. Freiheit ist kein Ort

21.00–22.00 Uhr

Dialoge & Diskussionen

Mit Ryyan Alshebl, Kai Sina, Nathan Law

Es moderiert Shila Behjat

Auf Deutsch und Englisch mit Simultanverdolmetschung

Bringt das Exil Demokratinnen und Demokraten hervor? Wie gestalten Menschen im Exil Demokratie? Fragen, die schon Thomas Mann bewegten, seit er Deutschland unfreiwillig verlassen musste. Kai Sina zeigt, wie das Exil Thomas Mann zum politischen Redner gegen die Nationalsozialisten formte. Nathan Law, einer der führenden Köpfe der Demokratiebewegung in Hong Kong, und Ryyan Alshebl, 2015 aus Syrien geflohen, berichten, was es heute heißt, sich fern der Heimat politisch zu engagieren.

26. ILB

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