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John Eliot Gardiner: Berlioz: „Les Troyens“

John Eliot Gardiner, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, präsentiert gemeinsam mit seinem Monteverdi Choir und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique Berlioz’ „Les Troyens“ in konzertanter Aufführung – das einzige Gastspiel in Deutschland im Rahmen der Europa-Tournee 2023.

Porträt von John Eliot Gardiner
Porträt von John Eliot Gardiner © Sim Canetty Clarke

Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Monteverdi Choir in Berlin - das einzige Gastspiel in Deutschland.


Die Monumentaloper, die zu Lebzeiten des Komponisten nie vollständig zur Aufführung gebracht wurde, ist nach 1930 und 2010 damit erst zum dritten Mal in ganzer Länge in Berlin zu erleben. Die Partie der Kassandra übernimmt die „britische Mezzosopranistin der Superlative“ Alice Coote (San Francisco Chronicle). Als Dido ist die irische Sängerin Paula Murrihy zu erleben, die „mit ihrem glänzenden, sopranhaften Mezzo“ (Opernglas) international für Begeisterung sorgt.

Hector Berlioz (1803 – 1869): Les Troyens

Grand opéra in fünf Akten (1856 – 1858)

Libretto von Hector Berlioz nach Vergils Aeneis

Konzertante Aufführung

Fassung von John Eliot Gardiner

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

In „Les Troyens“ widmet sich Hector Berlioz Vergils Helden des Trojanischen Krieges samt seiner Vor- und Nachgeschichte. Mit der fünfaktigen Oper gelang es dem französischen Romantiker, die großen Figuren der antiken Sage als lebendige, leidende Menschen erscheinen zu lassen – mit einer Musik von visionärer Schönheit und beeindruckender Lyrik.

Die erste Gesamtaufführung wurde im Dezember 1890 an zwei aufeinanderfolgenden Abenden am Hoftheater Karlsruhe gegeben, denn die musikalische Tragödie vereint Stoff für zwei Bühnenwerke in sich.

Im Mittelpunkt des ersten Teils steht die von Vergil kaum erwähnte Seherin Cassandre, die die Trojaner von der Gefährlichkeit des hölzernen Pferdes nicht überzeugen kann.

Der zweite erzählt von Didons tragischem Schicksal. Sie liebt den aus Troja geflohenen Helden Énée, der sie schließlich verlässt, um im Auftrag der Götter Rom zu begründen.

„Können Sie es glauben“, schrieb Berlioz im Juli 1856 an die Prinzessin Sayn-Wittgenstein, auf deren Anregung die fünfaktige Oper entstand, „ich habe mich verliebt, sehr sogar, in die Königin von Karthago! Ich verehre sie, diese herrliche Dido.“

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Zusätzliche Informationen
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Teilnehmende Künstler
Alice Coote (Cassandre)
Michael Spyres (Énée)
Paula Murrihy (Didon)
Lionel Lhote (Chorèbe)
Adèle Charvet (Ascagne)
William Thomas (Narbal)
Ashley Riches (Panthée)
Beth Taylor (Anna)
Monteverdi Choir
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
John Eliot Gardiner
Termine
Datum
Philharmonie Berlin - Großer Saal