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Exponat-Finissage und Diskussion

Menschen leben seit ihrer Geburt mit Pilzen zusammen. Manche leben in und auf ihren Körpern, sind ihre ständigen Begleiter und gehören damit zu ihrer normalen Mikrobiota. Sie helfen, Nährstoffe besser zu verwerten und stärken das Immunsystem. Andere Pilze leben in Symbiose mit Pflanzen und versorgen diese mit Nährstoffen und Wasser aus der Erde. Pilze sorgen also für Menschen und ihre Umwelt und formen diese aktiv mit, obwohl sie mikroskopisch klein sind.


Die Pilzbiotechnologie von heute erforscht, wie Stoffwechselpotentiale von Pilzen für eine nachhaltige und kreislauffähige Bioökonomie nutzbar gemacht werden können. Entstehen in Zukunft nicht nur Medikamente, Enzyme und Biokraftstoffe aus Pilzen sondern auch Kleidung, Möbel oder gar Häuser?

Wie das gelingen könnte, und warum hier eine intensive Zusammenarbeit aus Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft so wichtig ist, erläutern Prof. Vera Meyer und Prof. Sven Pfeiffer.

Die Veranstaltung ist zugleich eine Finissage und eine Reflexion der Ausstellung MY-CO BUILD zum Thema „Pilze als Baustoffe der Zukunft“ im Futurium Lab.

 

WAS IST EIN OPEN LAB ABEND?

Jeden Donnerstag wird es im Lab kreativ. Die Teilnehmenden lernen Methoden wie Design Thinking oder Future Storytelling kennen, können 3D-Drucker und Lasercutter ausprobieren und hinter die Kulissen der Lab-Projekte schauen. Jede Woche gibt’s was Neues.

 

WORKSHOPLEITUNG

Vera Meyer ist Professorin für Angewandte und Molekulare Mikrobiologie an der Technischen Universität Berlin. Die Erforschung und Optimierung pilzlicher Zellfabriken bilden den Schwerpunkt, dabei geht es um eine effektivere Nutzung pilzlicher Stoffwechselpotenziale zur Herstellung von Medikamenten, Enzymen und Biomaterialien. Mit ihrem Team entwickelt und kombiniert sie Methoden aus der Systembiologie und der Synthetischen Biologie. Ihre inter- und transdisziplinären Forschungsvorhaben verbinden Natur- und Ingenieurwissenschaften mit Kunst, Design und Architektur und entwerfen biobasierte Szenarien für mögliche Lebens- und Wohnwelten der Zukunft. Vera Meyer ist auch als bildende Künstlerin unter dem Pseudonym V. meer aktiv und macht durch die Mittel der Kunst das Potenzial von Pilzen für eine nachhaltige Zukunft in der Gesellschaft bekannter. 2020 gründete sie gemeinsam mit Sven Pfeiffer das interdisziplinäre SciArt Kollektiv MY-CO-X.

Sven Pfeiffer ist Professor für Digitales Entwerfen, Planen und Bauen an der Hochschule Bochum. Er arbeitet als Architekt in Berlin. Sein Fokus in Forschung, Lehre und Praxis liegt auf den Potenzialen digital gestützter und generativer Methoden für eine nachhaltige Entwurfs- und Baupraxis. Seine Forschung ist an der Schnittstelle von programmierbaren Materialien, Architektur und Digitalität angesiedelt. Pfeiffers Arbeit stellt das etablierte Verständnis von Digitalisierung in der Architektur infrage und wendet Prinzipien der Biologie auf den Entwurf von umweltverträglichen Bausystemen an. Er entwickelt derzeit mit dem MY-CO-X-Kollektiv Anwendungen biobasierter Werkstoffe für die gebaute Umwelt.

 

INFORMATIONEN

-> Veranstaltungsort: Workshop Futurium Lab (-1)

-> Eintritt: kostenfrei

-> Veranstaltungssprache: Deutsch

-> Max. Teilnehmer:innenzahl: 30 Personen

-> Teilnahmebedingungen: ab 8 Jahre, keine Vorkenntnisse erforderlich

 

ZUGÄNGLICHKEIT

-> rollstuhlgerechter Veranstaltungsort.

-> Plätze ohne Bestuhlung stehen Rollstuhlfahrer:innen zur Verfügung.

-> Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte jeden Alters.

Zukunft ist für alle da! Das Futurium möchte für alle Menschen zugänglich sein. Wenn es weitere Zugangsbedürfnisse gibt, gern mitteilen: info@futurium.de

 

FOTO & VIDEO

Während der Veranstaltung werden Fotos und Videos gemacht. Wer nicht abgebildet werden will, meldet sich bitte vorab.

 

TICKETS

Für diese Veranstaltung wird ein Ticket benötigt
Zusätzliche Informationen
Treffpunkt: Workshop Futurium Lab (-1)
Termine
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