Mit Dr. Janina Nentwig, wissenschaftliche Mitarbeiterin Sammlung Bildene Kunst
„Schrankenlose Freiheit für H.H.“ – das forderte Hannah Höch (1889-1978) auf einer ihrer berühmten Fotomontagen für sich ein. Die vielseitige Künstlerin schuf dadaistische und abstrakte Collagen, aber auch surrealistische, neusachliche und ungegenständliche Gemälde.
Zu ihrem 50jährigen Bestehen widmet die Berlinische Galerie der Ausnahmekünstlerin einen eigenen Raum mit Werken der 1910er und 1920er Jahre.
Dass Höch zu einer Art „Hausheiligen" des Museums werden konnte, ist dem Gründungsdirektor Eberhard Roters (1929-1994) zu verdanken. Bereits 1967 nahm er Kontakt zu Höch auf, die zurückgezogen in Berlin-Heiligensee lebte. Roters konnte nicht nur zahlreiche künstlerische Arbeiten erwerben, sondern auch den dokumentarischen Nachlass für die Sammlung sichern, ein einzigartiger Fundus zur Geschichte des Dadaismus und der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Heute besitzt die Berlinische Galerie den weltweit größten Bestand zu Hannah Höch.