Direkt zum Inhalt

Von traditionellen Chazannut, jiddischen Liedern und chassidischen Nigunim bis hin zu moderner Synagogenmusik und hebräischen Melodien entfaltet sich das Programm der Kantorinnen Sveta Kundish, Shulamit Lubowska, Aviv Weinberg (Gesang) und Patrick Farrell (Akkordeon & Klavier)


Sveta Kundish, die im August 2021 ein beeindruckendes Konzert mit der Gruppe „Regalim Kapelve“ gab, ist wieder Gast in der Apostel-Paulus-Kirche und nimmt das Publikum auf eine kraftvolle und emotionale Reise durch jüdische liturgische Welten.

Am 14.4.24 werden die Kantorinnen Sveta Kundish, Aviv Weinberg und Kantorenstudentin Shulamit Lubowska mit der Begleitung von Patrick Farrell am Klavier und Akkordeon ein wunderschönes und außergewöhnliches Mosaik musikalischer Stilrichtungen und Sprachen präsentieren.

Von traditionellen Chazannut, jiddischen Liedern und chassidischen Nigunim bis hin zu moderner Synagogenmusik und hebräischen Melodien wird dieses besondere Konzert weibliche Stimmen, die Prinzipien der Gleichberechtigung und die kontinuierliche Entwicklung der jüdischen liturgischen Tradition feiern.

Die Sopranistin Svetlana Kundish wurde 1982 in der Ukraine geboren und erhielt seit ihrem siebten Lebensjahr eine musikalische Ausbildung. Zusammen mit ihrer Familie übersiedelte sie 1995 nach Israel und studierte in Tel Aviv Gesang und Klavier an der Ironi Arts High School. Ab 2001 studierte sie jiddische Musik in der Meisterklasse von Nehama Lifshitz. Von 2003 bis 2007 folgte ein Musikwissenschaftsstudium an der Universität Tel Aviv. Svetlana war Mitglied der Group for New Music in Israel, die sich der Musik aus Theresienstadt und Vorkriegsarbeiten von auch in den Ghettos noch aktiven Komponisten verschrieb. Von 2007 bis 2011 studierte sie Gesang am Prayner Konservatorium in Wien, danach absolvierte sie ihre Ausbildung zur Kantorin am Berliner Abraham Geiger Kolleg. 2017 wurde sie die erste weibliche jüdische Kantorin Niedersachsens und arbeitet seitdem in der Gemeinde in Braunschweig. Svetlana Kundish tritt in ganz Europa auf, sowohl mit Solokonzerten, die die Vielfalt der jüdischen Musik widerspiegeln als auch mit verschiedensten Ensembles.


Kantorin Aviv Weinberg wurde in Israel geboren und lebt in Berlin. Als Kantorin ist sie europaweit tätig. Sie ist die Kantorin der Jüdischen Gemeinde Celle. Darüber hinaus amtiert sie in der Reformgemeinde Beth Haskalah in Berlin und als „ministre-officiant associée“ in der liberalen Gemeinde in Esch-Sur-Alzette/ Luxemburg. Kantorin Weinberg hatte das Privileg bei Kantoren und Kantorinnen wie Prof. Eliyahu Schleifer, Josee Wolf, Danny Maseng und Israel Goldstein in Deutschland, Israel und den USA zu studieren. Sie tritt zum Beispiel bei Veranstaltungen, wie dem Lewandowski Festival, der Verleihung des Abraham Geiger Preises, der Ordination von Rabbiner und Rabbinerinnen, der Investitur von Kantoren und Kantorinnen oder bei Hochzeiten, wie der des Prinzen von Preußen auf. Seit 2013 engagiert sich im christlich-jüdischen Dialog. 2018 entstand ihre erste CD „Jazz goes Synagogue“ gemeinsam mit dem Albrecht-Gündel-vom-Hofe Ensemble. Sie ist die Sopranistin des im 2018 gegründeten Kantoren-Ensembles „Kolot“. Als Duo mit dem Pianisten Assaf Fleischmann ist sie auch im Kulturprogramm 2021 des Zentralrats der Juden in Deutschland vertreten. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit ist 2020 ihr erstes Kinderbuch „Giraffi’s Birthday“ erschienen. Kantorin Weinberg ist Alumna des Stipendienprogramms des ELES (Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk) und schloss ihr Studium am Kantorenseminar des Abraham Geiger Kollegs und ihr Masterstudium an der School of Jewish Theology an der Universität Potsdam ab. Vor ihrem Studium in Deutschland studierte sie an der Rubin Academy for Music and Dance in Jerusalem und schloss mit dem Bachelorabschluss (B.MUS) ab. Darüber hinaus studierte sie an der Rimon School for Jazz and Contemporary Music in Ramat Hasharon.


Patrick Farrell ist Akkordeonist, Komponist und Bandleader aus den USA und lebt in Berlin. Als langjähriger Klezmer ist er regelmäßiger Lehrer und Performer auf vielen Yiddishland-Festivals in ganz Europa und Nordamerika. Farrell ist einer der Organisator*innen von Shtetl Berlin, einem jiddischen Festival und einer Organisation in Berlin, und den damit verbundenen Neukölln Klezmer Sessions. Seine jüngste aufgenommene Veröffentlichung ist „Nem may vort“ aus dem Jahr 2022, eine Sammlung neu komponierter jiddischer Liedduette mit der Sängerin Sveta Kundish.


Eintritt frei - Spenden erbeten
Zusätzliche Informationen
Termine
April 2024
MoDiMiDoFrSaSo
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30