Direkt zum Inhalt

Juliane Laitzsch ist eine Zeichnerin, die sich mit offenen, nicht abgeschlossenen Seh-, Denk- und Produktionsprozessen befasst. Für die Backstube hat sie eine Serie von Zeichnungen entwickelt, die sich damit auseinandersetzt, dass Brot beim Kauen süß wird. In ihren Zeichnungen verbindet Juliane Laitzsch präzise Beobachtung, Dokumentation und einen Umgang mit dem Vorgefundenen, welcher der Eigendynamik des Zeichnens folgt. Ausgangspunkt der Arbeit „Brot kauen“ ist die Fotografie einer Speicheldrüse, aufgenommen von amerikanischen Wissenschaftler:innen, um die Produktion der Alpha-Amylase und anderer Enzyme zu erforschen. Mit großformatigen Aquarellen, die das Foto in vier Schritten vergrößern, überlässt Laitzsch sich einem Arbeitsprozess, in dem auch die Rhythmen des Kauens anklingen sowie das aus Kindertagen stammende Faszinosum der wunderlichen Süße des Brotes und des irritierenden, leicht ekelerregenden Umstands, dass all die schönen Dinge: Brote, Äpfel usw., zu Brei zerkleinert werden. Wie eigentlich — mit welchen Resonanzen, Rückkopplungen und Rhythmen — sind wir mit der Welt verbunden?

Veranstaltungen in Berlin: Juliane Laitzsch - einszueins (21) ‚Brot kauen’
© Juliane Laitzsch

Zusätzliche Informationen
Öffnungszeiten: Montag – Mittwoch, Freitag: 9 bis 19 Uhr, Samstag: 8 bis 14 Uhr Sonntag und Donnerstag geschlossen