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Erwan Keravec / Heiner Goebbels / Philip Glass / Éliane Radigue

Manche Instrumente werden mit einer Selbstverständlichkeit als „traditionell“ bezeichnet, als besäßen sie kein Innovationspotenzial. Erwan Keravec erkundet seit über zehn Jahren in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Komponist:innen die zeitgenössischen Ausdrucksmöglichkeiten des Dudelsacks.


Der auch im Bereich der Improvisation und dem Jazz aktive Musiker hat unter anderem mit dem Projekt „Urban Pipes“ sowie der Gruppe SONNEURS neue Perspektiven auf das Instrument offengelegt und präsentiert bei MaerzMusik drei Werke der zeitgenössischen Musik, von denen zwei speziell für ihn und sein Instrument geschrieben wurden.

Heiner Goebbels’ „N°20/58“ ist ein Stück, das mit der Positionierung des Musikers zu seinem Publikum ebenso wie mit musikhistorischen Zitaten spielt – genauer gesagt Referenzen auf Johann Sebastian Bach. Als Teil ihrer laufenden Auseinandersetzung mit den intrinsischen klanglichen Potenzialen akustischer Instrumente komponierte Éliane Radigue hingegen mit „OCCAM XXVII“ ein Stück für Keravec, das ihn räumlich in direkte Nähe zum Publikum bringt. Es ist ein in der Reihe ungewöhnliches Werk, das ungeahnte Klangqualitäten des Instruments in den Vordergrund rückt. „Two Pages“ von Philip Glass ist das einzige Stück in diesem Programm, das nicht für den Dudelsack geschrieben wurde. Keravecs Adaption des Stücks für Klavier und Orgel beweist, wie elegant sich Prinzipien der Minimal Music auf den Dudelsack übertragen lassen – womit eine Brücke zwischen verschiedenen Traditionen geschlagen wird, die noch lange nicht auserzählt sind.

Heiner Goebbels

N°20/58 (2018)

für Bagpipe solo


Philip Glass

Two Pages (1968)


Eliane Radigue

OCCAM XXVII (2019)

pour cornemuse


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