Fuckgirl führt ein selbstbestimmtes Künstlerinnenleben in einer nicht-monogamen Ehe. Sie kennt ihre Würde, ihre Wunden, ihren Wert und ihre Leidensbereitschaft. Dennoch stößt sie immer wieder an die Grenzen des Systems. Sie trifft Lügner, Manipulateure, Opportunisten, performative Feministen und merkt: Im Patriarchat an den falschen Mann zu geraten ist in etwa so schwer wie morgens vor die Tür zu gehen.
An dem Abend präsentiert Bianca Jankovska ihren Roman erstmals mit besonderer musikalischer Lesung.
Gemeinsam mit Stimme und Bass erweitert sie den Text um eine klangliche Ebene. Mit Lea-Liane Winkler spricht die Autorin über heteronormative Beziehungsmuster, weibliche Solidarität und Sexualität sowie über ihre kompromisslose Protagonistin, die angesichts von Schmerz nicht verstummt.
Bianca Jankovska wusste schon mit 13, dass sie schreiben will – und blieb dabei. Ihre Texte vermischen essayistische Reflexion und literarische Inszenierung, führen Lesende in intime Räume von Familie, Beziehungen, Sexualität bis Trauma. 2018 veröffentlichte sie ihr erstes Buch »Das Millennial-Manifest«, 2020 folgte »Dear Girlboss, we are done«. 2024 erschien »Potenziell furchtbare Tage« im Haymon Verlag. »Fuckgirl« ist Bianca Jankovskas Debütroman.
Lea-Liane Winkler ist in Berlin geboren, aufgewachsen und lebend. Als Kuratorin und Moderatorin von Lesungen begegnete man ihr bisher u. a. in der Brotfabrik, der Lettrétage und beim Sommerfest des Netzwerk freie Literaturszene Berlin. Als Autorin (alias valeska geesdorf) ist sie Mitglied der literarischen Gruppe »Haus der unbedachten Wörter«. Sie studierte Kultur, Literatur, Ästhetik und Philosophie in Frankfurt (Oder), Amsterdam, Berkeley und Berlin.
Mit freundlicher Unterstützung des Österreichischen Kulturforums Berlin.
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