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Ludwig van Beethovens einzige Oper – die ihn über 10 Jahre seines Lebens beschäftigte und die er mehrmals umarbeitete – ist ein Monolith in vielfacher Weise: Zunächst gilt sie bis heute als die Freiheitsoper schlechthin.

Fidelio
Fidelio © Stan Hema

Die weibliche Hauptfigur Leonore, die sich, als Mann verkleidet, Zugang zu einem Staatsgefängnis verschafft, um ihren zu Unrecht eingekerkerten Mann Florestan zu befreien, ist eine der heroischsten Figuren des Opernkanons.

Und trotz der immer wieder stattgefundenen politischen Vereinnahmung der Oper und ihrer Figuren sperrt sich das Werk bis heute gegen einseitige Zuschreibungen: Der humanistisch-idealistische Aufruf der Musik Beethovens ist stärker und universeller als alle Eindeutigkeiten.

Zudem gelang es Beethoven, hier erstmals eine spezifisch deutsche Oper zu komponieren. In der Kombination aus bürgerlichem Rührstück, Rettungsoper und oratorischem Menschheitsappell entstand ein Amalgam, das Vorbildcharakter für die deutsche romantische Oper hatte.

David Hermann, der an der Deutschen Oper u. a. mit seinen Inszenierungen von so unterschiedlichen Werken wie DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZERN, ORESTEIA und VEC MAKROPOULOUS beeindruckt hat, nimmt sich nun mit Bühnen- und Kostümbildner Johannes Schütz Beethovens Meisterwerk an. Schon zum zweiten Mal erarbeiten die beiden Künstler damit ein »Gefängnisstück«:

Nach Janáceks AUS EINEM TOTENHAUS an der Oper Frankfurt steht wieder das Nachdenken über Freiheit und Gefangenschaft und den Manipulationsmechanismen von Macht und Ohnmacht im Zentrum ihrer Befragung.

ca. 3 Stunden / eine Pause
Zusätzliche Informationen
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Oper in zwei AufzügenLibretto: Josef Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Friedrich TreitschkeUraufführung am 23. Mai 1814 in WienPremiere an der Deutschen Oper Berlin am 25. November 2022



Mit freundlicher Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.



Einführung im Rang-Foyer rechts: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Teilnehmende Künstler
Sir Donald Runnicles (Musikalische Leitung)
David Hermann (Inszenierung)
Johannes Schütz (Bühne, Kostüme)
Ulrich Niepel (Licht)
Jeremy Bines (Chöre)
Carolin Müller-Dohle (Dramaturgie)
Thomas Lehman (Don Fernando)
Markus Brück (Don Pizarro)
Robert Watson (Florestan)
Ingela Brimberg (Leonore)
Tobias Kehrer (Rocco)
Sua Jo (Marzelline)
Gideon Poppe (Jaquino)
Kieran Carrel (Erster Gefangener)
Artur Garbas (Zweiter Gefangener)
Chor der Deutschen Oper Berlin (Chöre)
Orchester der Deutschen Oper Berlin (Orchester)
Termine
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