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Berliner Wochenende für die Demokratie

Es gibt keine historischen Themen, die nicht schon einmal Gegenstand von Radio- oder TV-Features waren. Das gilt auch für die Deutsche Revolution von 1848/49.

Besucher:innen der Ausstellung BERLIN GLOBAL beim Rad der Geschichte, einem Display-Tisch, im Raum Revolution
Besucher:innen der Ausstellung BERLIN GLOBAL beim Rad der Geschichte, einem Display-Tisch, im Raum Revolution © Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Foto: Alexander Schippel

Meist wurde sie als „gescheitert“ bezeichnet, weil die Ziele und Forderungen der Revolutionäre nicht sofort ihren Niederschlag in der Politik des Deutschen Bundes fanden. Langfristig aber hat die Revolution viel bewirkt und entscheidenden Einfluss auf die Geschichte der Deutschen genommen: mit der Formulierung der Grundrechte des Menschen und einer demokratischen Verfassung, durch das Entstehen der Arbeiter*innen- und Frauenbewegung, einer blühenden Zeitungslandschaft und vieler politischer Parteien.

Auslöser der Revolution in Deutschland war die „Februar-Revolution“ 1848 in Paris und die Berliner „Märzrevolution“, die sich an diesem Wochenende zum 175. Mal jährt.

Ort des Aufstands war das Berliner Stadtschloss und heutige Humboldt Forum, auf dessen Grund 1919 beim Spartakusaufstand und 1989 bei der friedlichen Revolution in der DDR ebenfalls eine Revolution im Zentrum stehen sollte.   

„Eine Stunde History“ holt die Vergangenheit in die Gegenwart und versucht zu erklären, warum wir geworden sind wie wir sind. Geschichte ist die Tagespolitik der Vergangenheit, unsere Politik ist die Geschichte von morgen. Das innovative Hörfunkformat „Eine Stunde History“ vermittelt die Erkenntnis, dass unser heutiges gesellschaftliches Handeln für das Leben späterer Generationen von entscheidender Bedeutung ist. Deshalb wird die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte mit dem Aufruf verbunden, sich für die Politik von heute zu interessieren und sie aktiv mit zu gestalten.

„Lernen aus der Geschichte“ im besten Sinne: Ohne Auswendiglernen von Jahreszahlen geht „Eine Stunde History“ den Spuren nach, die aus der Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft weisen.

Moderation: Markus Dichmann

Gesprächspartner:innen: Alexandra Bleyer, Jörg Bong, Matthias von Hellfeld, Judith Prokasky

Alexandra Bleyer ist promovierte Historikerin und freie Autorin. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Propaganda, das Zeitalter Napoleons sowie der Vormärz. Nach „Napoleon. 100 Seiten“ und „Propaganda. 100 Seiten“ erschien im Reclam Verlag nun "1848. Erfolgsgeschichte einer gescheiterten Revolution".

Jörg Bong, geboren 1966, ist promovierter Literaturwissenschaftler, Autor, freier Publizist sowie ehemaliger Verleger des S. Fischer Verlags (bis 2019). Er schrieb unter anderem für die FAZ, DIE ZEIT und den SPIEGEL. Unter dem Namen Jean-Luc Bannalec veröffentlicht er Kriminalromane. Zuletzt war Bong Herausgeber des Buches »57 Interventionen für die Kultur« zusammen mit Marion Ackermann, Gesine Schwan und Carsten Brosda.

Judith Prokasky ist aktuell Leiterin des mehrjährigen Programmschwerpunkts „Der Palast der Republik ist Gegenwart“ und Mitarbeiterin des Bereichs „Geschichte des Ortes“ der Stiftung Humboldt Forum. Seit 2001 ist sie als Kuratorin und Kulturmanagerin im Museumsbereich tätig und veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Medien- und Erinnerungsgeschichte („Vom Ereignis zum Mythos. Die Pariser Commune in den Bildmedien 1871-1914“, „Die Kamera als Waffe. Propagandabilder des Zweiten Weltkrieges“, „Mythos der Revolution. Karl Liebknecht, das Berliner Schloss und der 9. November 1918“ u. a.)

Markus Dichmann, geboren 1987, ist freier Autor, Reporter und Moderator in den Programmen des Deutschlandradios. Für Deutschlandfunk Nova moderiert er das wöchentliche Magazin „Eine Stunde History“, das 2019 den Deutschen Podcastpreis gewonnen hat und 2017 für den Deutschen Radiopreis nominiert war. Für seine Arbeit als Autor und Reporter, häufig zu historischen Themen, gewann er den Deutsch-Französischen Journalistenpreis und war für den deutsch-polnischen Tadeusz-Mazowiecki Preis nominiert. Als Johannes-Rau-Stipendiat arbeitete er als Freier Korrespondent in Istanbul. Er volontierte beim Deutschlandradio, studierte Kommunikationsiwssenschaft, Politik & Recht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, und arbeitete zuvor schon in Print, Radio und Fernsehen (WAZ, ZDF, Deutschlandfunk).

Dr. Matthias von Hellfeld, Jg. 1954, ist seit 1978 freier Journalist und Historiker. Er ist als Moderator und Redakteur in der ARD tätig und derzeit verantwortlicher Redakteur des Magazins „Eine Stunde History“ bei Deutschlandfunk Nova. Von Hellfeld wirkte an zahlreichen Hörfunk-Features und TV-Dokumentationen mit. Darüber hinaus ist er Dozent an verschiedenen Universitäten und Ausbildungsakademien sowie Autor von mehr als 25 Sachbüchern zur europäischen und deutschen Geschichte. 1984 gewann er den Carl-von-Ossietzky-Preis der Stadt Oldenburg, wurde 2017 für den Deutschen Radiopreis nominiert und erhielt 2019 den Deutschen Podcastpreis.

Medienpartner: Deutschlandfunk Nova

- Preis: 8,00 / 4,00 EUR
- Ort: Saal 1
- ab 12 Jahre
- Rollstuhlgerecht

Termine
Datum
Humboldt Forum: Saal 1