Lesung und Gespräch mit Conrad Kunze und Martin Höfig
»Deutschland als Autobahn. Eine Kulturgeschichte von Männlichkeit, Moderne und Nationalismus« ist der Titel des in diesem Sommer im transcript Verlag erschienenen Buches des Soziologen und Historikers Conrad Kunze.
»Die Autobahn ist die Heldin der heimlichen Nationalhymne und das deutsche Äquivalent zum Waffenwahn der USA« , schreibt Kunze.
Und: » Schon in ihren Anfängen war die Autobahn ein rechter Raum für die vom Futurismus besungene neue Männlichkeit. Mussolini und Hitler machten sie nicht zufällig zu Staatsprojekten ersten Ranges und ihre Propaganda überdauert versteckt bis heute – und zeigt sich zunehmend wieder ganz offen. Mit dem drohenden Klimakollaps ist überdeutlich, dass Auto und Autobahn historische Fehler waren.«
Conrad Kunze liefert mit seinem Buch eine Handreichung für all jene, die davon träumen, diese Form der fossilen Moderne zugunsten einer Moderne von Klimaschutz und Emanzipation zu überwinden.
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