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Anlässlich des Welt-Aids-Tag am 1. Dezember sprechen Anne von Fallois (Deutsche AIDS-Stiftung) und der Künstler Tom Fecht über ihr gemeinsames Projekt „Denkraum: Namen und Steine“ (1992–2025).



Das dezentrale Denkmal erinnert in verschiedenen deutschen und europäischen Städten an Personen, die an den Folgen von AIDS gestorben sind. Eine große Installation ist seit 1996 im Innenhof des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart als Teil der „Unendlichen Ausstellung“ zu sehen.



Die Installationen aus der Werkgruppe „Denkraum: Namen und Steine“ von Tom Fecht bestehen aus Pflastersteinen, in die Angehörige die Namen ihrer verstorbenen Freund:innen und Familienmitgliedern eingravieren lassen. Diese Namenssteine werden über die lokalen AIDS-Hilfen bestellt und in die gewünschte Installation vor Ort eingefügt.


Das erste Werk präsentierte Tom Fecht 1992 auf der Documenta IX in Kassel als Homage an die Gemeinschaft der Künstler*innen, die als erste mutig mit ihrer HIV-Infektion an die Öffentlichkeit gingen. Das Projekt wuchs seitdem zu über 40 permanenten und temporären Installationen heran und verwandelte sich in ein aktives europäisches Netzwerk lokaler Erinnerungskultur für die Opfer der AIDS-Pandemie.



Vor über 30 Jahren vor dem Hintergrund der Land Art als europäisches Pendant zum US-amerikanischen „NAMES Project AIDS Memorial Quilt“ (seit 1987) entstanden, thematisiert das Projekt „Denkraum: Namen und Steine“ das Verständnis von Liebe und Tod, Gesundheit und Verletzlichkeit, Sexualität und Tabuisierung.



Moderation: Sven Beckstette, Kurator am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart


Eintritt frei
Zusätzliche Informationen
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