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Der Bassist Charles Mingus komponierte 1962 eine ungewöhnliche Suite, halb Jazz, halb Neue Musik. Der Dirigent Titus Engel bringt das selten gehörte Werk EPITAPH in Berlin auf die Bühne.

Titus Engel
Titus Engel © Kaupo Kikkas

„Ich bin Dirigent und spiele alles, von ganz neuer Musik bis Barock. Aber in meiner Jugend war ich Jazzfan. Ich spielte Kontrabass, wie der große Charles Mingus, mein Vorbild. Damals konnte ich eine der ganz seltenen Aufführungen seines Opus magnum EPITAPH hören und war hin und weg. Zwei Bigbands zugleich, die Musik vielschichtig und voller Energie. Mingus hat seine Komposition nie so gehört, wie sie klingen sollte, die Uraufführung 1962 misslang, er selbst konnte nicht die ganze Zeit dabei sein, weil er Bewährungsauflagen hatte. Mit unserer Aufführung erfülle ich mir nun einen Jugendtraum: Einmal EPITAPH selbst dirigieren, das ganze Werk, so wie Mingus es sich gedacht hatte. Die Amerikaner sprechen vom Third Stream, einem Sonderweg zwischen Neuer Musik und Jazz – EPITAPH ist das beste Stück dieser Bewegung, teils ist es in Noten fixiert, teils wird improvisiert. Wir führen es mit der BigBand der Deutschen Oper Berlin auf und mit ganz jungen Menschen vom Jazz-Institut Berlin (JIB). Es wird ein Mehrgenerationenprojekt, ein Abenteuer.“ – Titus Engel

Titus Engel, 46, studierte in seiner Heimatstadt Zürich Musik und Philosophie, wurde dann in Dresden Dirigent. 2020 wurde er Dirigent des Jahres (Opernwelt). Im kommenden Jahr wird er Chefdirigent der Basel Sinfonietta.

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Zusätzliche Informationen
Charles Mingus [1922 – 1979]
Jazz-Suite, postum uraufgeführt am 3. Juni 1989 in der Restauration von Gunther Schuller und Andrew Homzy



Präsentiert von rbb Kultur
Teilnehmende Künstler
BigBand der Deutschen Oper Berlin (BigBand)
Titus Engel (Dirigent)
Randy Brecker (feat.)
Patrick Guetti (Sprecher)
Termine
Datum
Philharmonie Berlin