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BUCHVORSTELLUNG: Ein historisch-kritischer Stadtrundgang im Bezirk Mitte

BUCHVORSTELLUNG: Ein Stadtführer von Oumar Diallo und Dr. Joachim Zeller. Das Buch gibt Einblicke in die kurzeitige Rolle Berlins als Zentrum des deutschen Kolonialimperialismus um 1900. Die Autoren konzentrieren sich auf den Bezirk Mitte und stellen eine Auswahl bedeutsamer kolonialhistorischer Erinnerungsorte vor.


 „Hierzulande herrscht allzu oft immer noch die Vorstellung, Deutschland sei keine ehemalige Kolonialmacht gewesen“, sagt Joachim Zeller. „Zudem können viele Menschen kaum glauben, dass auch hier in Berlin wie in anderen deutschen Städten, Spuren des Kolonialismus zu finden sind. Wir möchten der breiteren Öffentlichkeit eine Auswahl von bedeutsamen kolonialhistorischen Erinnerungsorten vorstellen.“

Nach dem Ersten Weltkrieg formierte sich in der Stadt die kolonialrevisionistische Bewegung, die das „geraubte“ deutsche Kolonialreich in Übersee zurückforderte. Heute ist die lokale Globalgeschichte der (post-)kolonialen Metropole Berlin weitgehend in Vergessenheit geraten.


Die Autoren:

Oumar Diallo, geb. 1953 in Kankan/Guinea, Diplomsoziologe, ist Geschäftsführer des Afrika-Hauses in Berlin. Seit 1984 lebt und arbeitet er in Berlin. 2003 erhielt er für seine Arbeit den Integrationspreis der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Mitte. 2010 wurde er für die Hauptstadtkampagne „be Berlin. Berlin dein Gesicht – Berliner engagieren sich" ausgewählt.

Dr. Joachim Zeller, geb. 1958 in Swakopmund/Namibia, Historiker in Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen, u. a.: „Weiße Blicke. Schwarze Körper. Afrika(ner) im Spiegel westlicher Alltagskultur“ (2010); „Wilde Moderne. Der Bildhauer Fritz Behn“ (2016) und „Deutschland postkolonial? Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit“ (2018, 2. Aufl. 2021).

Eintritt frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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