Direkt zum Inhalt

Das Bröhan-Museum widmet sich erstmals exklusiv den Künstlerinnen seiner Sammlung. Malerinnen und Grafikerinnen der Berliner Secession wie Maria Slavona, Julie Wolfthorn und Käthe Kollwitz, Künstlerinnen der Wiener Werkstätte wie Vally Wieselthier und Hilda Jesser, Bildhauerinnen wie Chana Orloff, Keramikerinnen wie Margarete Heymann-Loebenstein und Ursula Fesca, außerdem Silberschmiedinnen, Glaskünstlerinnen, Möbel-, Porzellan- und Textildesignerinnen.

Dora Hitz, Waldmärchen, 1894, Privatbesitz
Dora Hitz, Waldmärchen, 1894, Privatbesitz © Dora Hitz, Waldmärchen, 1894, Privatbesitz

Denn von mehr als 20.000 Sammlungsobjekten des Bröhan-Museums stammen nur etwa 1.500 von Frauen. Das sind knapp 7,5%. Den knapp 1.000 männlichen Künstlern der Sammlung stehen 99 Künstlerinnen gegenüber. Was sind die Gründe für dieses Ungleichgewicht? Und wer waren diejenigen, die sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert trotz aller Widrigkeiten für eine Laufbahn als Künstlerin oder Designerin entschieden?


Sichtbarkeit von Künstlerinnen und Designerinnen der Moderne



Die Ausstellung präsentiert die vielfältigen Werke und Biografien dieser Künstlerinnen. Sie verdeutlicht dabei ihre entscheidenden Beiträge zur europäischen Kunst- und Designentwicklung. In einem Kunstbetrieb, der Kreativität und Schöpferkraft als vorrangig männliche Eigenschaften definierte und Frauen bestenfalls dekorative Talente zubilligte, sind diese Leistungen umso beachtlicher – zumal viele von ihnen als Frauen und Jüdinnen sogar intersektionale Benachteiligung erfuhren.

Die Schau zeigt neben Werken aus der Sammlung auch Leihgaben. Sie ermöglicht eine neue Perspektive auf weibliche Gestaltung zwischen 1880 und 1940.
Anhand von illustrierten Biografien sowie rund 300 Exponaten wird ein großes Spektrum unterschiedlicher Lebenswege und künstlerischer Leistungen deutlich. Gemälde und Skulpturen, Designobjekte und Möbelstücke werden in ihrem zeitgenössischen Kontext präsentiert. Damit gibt die Ausstellung Einblicke in die Genderdebatten der Jahrhundertwende und erörtert darüber hinaus ausschlaggebende gesellschaftliche Fragen, die sich auf das Leben der Künstlerinnen auswirkten:
Inwieweit hatten Frauen Zugang zu künstlerischen Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsnetzwerken? Welche Erwartungen und Ansprüche gab es in Bezug auf ihre häuslichen und gewerblichen Tätigkeiten? Welche Strategien entwickelten Künstlerinnen, um mit Widrigkeiten umzugehen oder auch längerfristig zur Akzeptanz von Frauen in künstlerischen Berufen beizutragen?

Neben der historischen Betrachtung wirft die Ausstellung auch einen Blick in die Gegenwart und reflektiert über heute wie damals relevante Themen wie Mutterschaft, Care-Arbeit oder den Gender Pay Gap. Außerdem lädt die Ausstellung zum Austausch und gemeinsamen Nachdenken ein: So entsteht in einem interaktiven Raum im Laufe der Ausstellung ein begehbares Künstlerinnen-Lexikon.

Die Ausstellung „Ansehen! Kunst und Design von Frauen 1880-1940“ möchte mit ihrem breiten Panorama an Gestaltungspositionen einen aktuellen Beitrag zur Sichtbarkeit von Künstlerinnen und Designerinnen der Moderne leisten.
Zusätzliche Informationen
Kostenlose Führungen
An jedem Samstag, 15 Uhr, findet eine kostenlose Führung durch die Ausstellung statt.
Ohne Anmeldung. Begrenzte Teilnehmendenzahl.

Kuratorinnenführungen
So, 26.6./So. 28.8., jeweils 11 Uhr, Anmeldung nicht erforderlich
Am Do, 30.6., 18 Uhr, findet eine Live-Tour auf Instagram @broehan_museum statt.
Termine
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum
Datum
Bröhan-Museum