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Die für ihre »makellos schönen Indie-Folk-Songs« (Paste Magazine) bekannte Singer-Songwriterin Alela Diane aus Portland hat ein kathartisches und ätherisches sechstes Studioalbum, »Looking Glass«, aufgenommen.

PORTRAIT ALELA DIANE
PORTRAIT ALELA DIANE Anna Caitlin

ALELA DIANE, die seit fünfzehn Jahren Vollzeitmusikerin ist und ausgiebig in Europa und Nordamerika getourt hat, nahm »Looking Glass« in einer Zeit des persönlichen Übergangs auf. Es waren dieselben Wochen, in denen sie ihr Haus in Portland verkaufte, das sie im Alter von 26 Jahren gekauft hatte. Dianes Familie war inzwischen aus dem Haus herausgewachsen. Der Abschied war bittersüß für sie. Während sie dort lebte, war sie verheiratet, geschieden und wieder verheiratet und wurde Mutter von zwei Kindern.

Das emotionale und logistische Chaos dieses Moments in ihrem Leben – zusammen mit den pandemiebedingten Schwierigkeiten der Kinderbetreuung – bedeutete, dass die Fertigstellung dieses Albums ein neues Maß an Disziplin erforderte. (Eines von Dianes anderen wiederkehrenden Themen sind die Freuden und Strapazen der Mutterschaft, insbesondere für eine Künstlerin.)

Das Ergebnis ist ein Album, das für Diane eine neue künstlerische Errungenschaft darstellt. »Looking Glass« ist die erste ihrer Platten, die von der gefeierten Tucker Martine (Neko Case, My Morning Jacket, The Decembrists) produziert wurde. Das Album wurde von ihrer langjährigen Freundin und Musikerkollegin Heather Woods Broderick arrangiert. Bemerkenswerte Gastmusiker sind Carl Broemel (My Morning Jacket), Scott Avett (The Avett Brothers), Eli Moore (Lake), Mikaela Davis, Luke Ydsitie (Blind Pilot) und Ryan Fracesconi (Joanna Newsom).

Kurz nach den Aufnahmen zu »Looking Glass« zogen Diane und ihre Familie in ein weitläufiges viktorianisches Haus aus dem Jahr 1892, ein puppenhausähnliches Gebäude auf einem versteckten Waldgrundstück im Südosten Portlands. Das Haus wurde von Diane und ihrem Ehemann liebevoll restauriert und Diane konnte so ihren Töchtern im Alter von 5 und 8 etwas von der Magie schenken, an die sie sich aus ihrem eigenen Elternhaus erinnert. (Sie und ihr Mann haben auf dem Grundstück eine Badewanne mit Löwenfüßen im Freien installiert, eine Exzentrizität, an die sie sich liebevoll aus dem Garten ihrer eigenen Kindheit erinnert.)

Der Titel ihres Albums stammt, wie das Haus, ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert. Ursprüngliche bedeutete »Looking Glass« nur »Spiegel« aber nachdem Lewis Carroll 1871 den Roman »Through the Looking Glass« veröffentlichte, bekam der Begriff eine zweite Bedeutung: »das Gegenteil von dem, was normal oder erwartet ist«. »Im Kontext des Albums«, sagte Diane, »bezieht sich The Looking Glass auf beide Bedeutungen. Es ist ein Portal zu Vergangenheit und Zukunft und eine Reflexion über alles, was dazwischen liegt.«

Präsentiert von ListenBerlin, FluxFM, taz, tipBerlin, ByteFM und rausgegangen.de

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