3-tägiges Event im Forum Brasil in Kooperation mit der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft (DBG) und Unterstützt durch das Auswärtige Amt und das Institut für Auslandsangelegenheiten.
Tauchen Sie ein in ein 3-tägiges Kulturprogramm, das die 200-jährige deutsch-brasilianische Migrationsgeschichte beleuchtet – von den ersten deutschen Einwanderern im Jahr 1824 bis zur heutigen brasilianischen Gemeinschaft in Deutschland. Mit einer Sprech-Klang-Installation, Vorträgen und Live-Performances.
Programm:
Freitag, 22.11., 19:00–21:00 Uhr:
Eröffnung der Sprech-Klang-Installation „Ein Stück Land“ von Ana Santos und Präsentation des Gesamt-Programms
(Eintritt frei)
Samstag, 23.11., 19:00–21:00 Uhr:
Installation „Ein Stück Land“ und Live-Performance „Nährboden und Sein“ von Murah Soares mit Shirley Rodrigues (Tanz), Forro Alabé (Perkussion)
(Eintritt 8€/5€)
Sonntag, 24.11., 15:00–17:30 Uhr: F
ilm-Screening: „Neue Heimat Brasilien – 200 Jahre deutsche Einwanderung“ & Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Karen Machnow Lisboa und Dr. Frederik Schulze, Moderation: Karoline Gil ifa-Institut für Auslandsangelegenheiten
(Eintritt 7€/5€)
Installation: Ein Stück Land
Ein Stück Land ist eine Klang-Installation, die von einem historischen Versprechen ausgeht: dem Angebot von 77 Hektar Land an die ersten deutschen Migranten, die nach Brasilien kamen. Dieser Ausgangspunkt führt uns zu einer tiefgehenden Reflexion über das Gefühl von Zugehörigkeit und Landbesitz, insbesondere im Lichte einer Geschichte, die in diesem Jahr 200 Jahre alt wird.Die Klanginstallation beginnt mit fünf Perspektiven, die aus Interviews abgeleitet und in ein nichtlineares Gespräch verwoben sind. Diese Stimmen bieten unterschiedliche Blickwinkel auf weiterhin drängende Fragen: Wie hat das Modernisierungsprojekt indigene Gesellschaften, die auf diesen Gebieten lebten, verdrängt, assimiliert oder ausgelöscht? Welche Erzählungen wurden konstruiert, um eine 200-jährige Geschichte zu imaginieren? Wie wurde die Geschichte der Emigranten im Laufe dieser zwei Jahrhunderte von den politischen Entwicklungen in Europa und Brasilien geformt? Welche Widerstände wurden aufgebaut?
Im zweiten Teil der Installation wird ein skulpturales und klangliches Element präsentiert, das als Metapher für den Wunsch nach Landung dient. Es spiegelt das ambivalente Gefühl von Zugehörigkeit und Entfremdung in Bezug auf das Land wider und deutet auf eine Relativierung eines möglichen Horizonts hin.
- Künstlerische Konzeption: Ana Santos
- Künstlerische Assistenz, Textinterpretation und Licht: Gustavo Gusmão
- Interviewte: Telma Scherer, Carmen Guerreiro, Willian Radünz, Paulo Astor Soethe und Glauco Vaz Feijó.
Über die Künstlerin:
Ana Santos kombiniert ihre künstlerische Praxis mit der Forschung in Anthropologie. Sie konzentriert sich auf die ästhetischen und performativen Erfahrungen der Interaktionen zwischen Körper und Technologie in der post-digitalen Gesellschaft und ist in den Bereichen Performance und audiovisuelle Installation tätig. Frühere Arbeiten: Copraxis – Ectopia und I3S in Porto/Portugal 2022; AbsonusLab: Reimagining Electronic Opera – Art and Technology in the Post Digital Age an der Online-Residency Nexus 2024; Installative Ausstellung Bodies of Experience mit Unterstützung der Stiftung Gulbenkian für Bildende Kunst Porto/Portugal 2022.
Live-Performance „Nährboden und Sein“: Eine performative Reise durch Fruchtbarkeit und Migration
Über das Projekt:Diese Performance erforscht die tiefen Verbindungen zwischen Erde, Identität, Fruchtbarkeit und Migration. Durch Tanz, visuelle Elemente und Musik wird gezeigt, wie unsere Herkunft und Umgebung unsere Identität formen und wie Migration nicht nur Menschen, sondern auch Ideen und Kulturen bewegt. Die Darbietung thematisiert die Herausforderungen und Chancen der Migration und lädt zum Nachdenken ein. Es ist eine poetische und zugleich politische Reflexion über die menschliche Existenz und die Welt, in der wir leben.
- Konzeption, Choreografie, Inszenierung: Murah Soares
- Performance: Shirley Rodrigues
- Percussion & Sounds: Forro Alabé
Filmvorführung & Podiumsgespräch Neue Heimat Brasilien: „200 Jahre deutsche Einwanderung"
Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Karen Lisboa, Dr. Frederik Schulze und Karoline Gil von IFA zum Thema „200 Jahre deutsche Einwanderung in Brasilien – Brasilianische Migration nach Deutschland“.In Kooperation mit der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft (DBG).Über das Projekt:
Wir präsentieren den Dokumentarfilm der Deutschen Welle „Neue Heimat Brasilien – 200 Jahre deutsche Einwanderung“. Der Film beleuchtet die Geschichte der deutschen Migration nach Brasilien und ihre Auswirkungen auf beide Länder. Im Anschluss findet ein Podiumsgesprächstatt, in dem die Inhalte des Films vertieft und historische wie aktuelle Migrationsfragen diskutiert werden.
Über die Gäste:
- Podiumsgäste: Prof. Dr. Karen Machnow Lisboa & Dr. Frederik Schulze
- Moderation: Karoline Gil von ifa – Institut für Auslandsangelegenheiten