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Die zweite Ausstellung in Berlins neuem Grosz-Haus widmet sich zum hundertjährigen Jubiläum einer besonderen Reise, die George Grosz 1922 nach Sowjet-Russland unternahm.

Das kleine Grosz Museum, Blick in den Hof
Das kleine Grosz Museum, Blick in den Hof © Hannah Seibel

In seiner Autobiografie wie auch in der Fachliteratur sind nur wenige und noch dazu sich mittlerweile als unzutreffend herausstellende Angaben zum Anlass, zu den Begegnungen und zu den Erlebnissen, die Grosz in St. Petersburg und Moskau während der immerhin 4 Monate dauernden Reise widerfuhr, enthalten.

Obwohl Grosz sein Leben lang sehr produktiv war, unzählige Skizzenbücher füllte und ständig Zeichnungen herstellte, gibt es so gut wie kein Kunstwerk aus dieser Phase.

In der späteren Betrachtung wird die Reise allgemein als Auslöser für eine Abkehr vom Kommunismus im Folgejahr 1923 interpretiert.

Gemeinsam mit dem Willi Münzenberg Forum Berlin hat der Trägerverein zum Verlauf dieser Reise in verschiedenen Archiven und Sammlungen nachgeforscht und zeichnet in bisher nicht gezeigten Dokumenten Anlass, Begleitumstände, Hintergründe und Ereignisse dieser Reise nach.

Die ausgestellten Grosz-Werke stammen aus verschiedenen Privatsammlungen und öffentlichen Institutionen sowie dem Nachlass des Künstlers. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
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