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Grieg im Grunewald

Der Innenhof des Jagdschlosses Grunewald ist der wohl schönste Platz in Berlin, an dem sich Natur und Kultur begegnen (können). Kultur ist der Ausdruck der Verbundenheit und Liebe des Menschen zur Schöpfung. Die Kulisse des am See gelegenen Schlosses bietet die nötige Offenheit für die impressionistischen Spiele der Natur: Wind und Wolken, die Färbung des Himmels sowie die Spiegelungen der Wolken und des Mondes im See. Hier zeichnet die Natur zusätzlich zur Musik ihr ganz eigenes Kunstwerk.


Es gibt wohl keinen passenderen Ort in Berlin für die Musik Edvard Griegs. Wasser und Wald erwecken Assoziationen an märchenhafte Sagengestalten, Trolle und Elementarwesen, die sich in unberührter nordischer Natur aufhalten. Das Ambiente vermittelt eine Vorstellung von Griegs Komponierhäuschen „Troldhagen“ direkt am Fjord Nordåsvannet gelegen. Griegs tiefe Naturerlebnisse bilden die Grundlage seines musikalischen Schaffens. In all seinen Werken klingen norwegische Melodien und Rhythmen mit.

Zur Aufführung gelangen drei der bekanntesten Werke Edvard Griegs.


Programm

Edvard Grieg

  • Lieder für Sopran und Orchester
  • Sinfonische Tänze op. 64
  • Peer Gynt Suite Nr. 2 op. 55


Mitwirkende

  • Orpheus Ensemble Berlin
  • Elene Khonelidze - Sopran
  • Stefan Meinecke – Dirigent

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Zusätzliche Informationen
Das Lied war für Grieg, der die kleine Form, die Volksdichtung und Melodien geliebt hat, die perfekte Ausdrucksform. Seine Lieder folgen der Sprachmelodie und sind oft schlicht, klar und volkmelodienreich gehalten.

Die herausragende Interpretin seiner Lieder war seine Cousine und Ehefrau Nina Hagerup, eine norwegisch-dänische Sopranistin, mit der Grieg durch ganz Europa Konzertreisen unternahm und die sich nach seinem Tod auch um sein musikalisches Erbe kümmerte. Beide Familien waren - ähnlich wie bei Robert Schumann -  vehement gegen die Hochzeit. Ninas Mutter schrieb an ihre Tochter: „Er ist nichts, er hat nichts und er schreibt Musik, die niemand hören will.“ Nun, Schwiegermütter können sich täuschen. Griegs Lieder gehören zu den großen und gern gehörten Kompositionen der späten Romantik.

Grieg war der Meinung, seine Musik zu Peer Gynt würde außerhalb Norwegens nicht akzeptiert werden. Er stellte daher 1891 aus dieser Musik unter Verzicht auf Dialoge und Gesang die Orchestersuiten zusammen.

Die Sinfonischen Tänze op. 64 über norwegische Motive für Orchester waren das erste Orchesterwerk, in dem Grieg Melodien seiner Heimat für die große Bühne bearbeitete. Er machte sich auf Reisen in die Provinz, um seinen Landsleuten die Melodien abzulauschen. Das wohl populärste Ergebnis dieser Arbeit ist die Schauspielmusik zu Peer Gynt op. 55. (Die komplette Schauspielmusik wurde 2014 bei den Klassik OpenAir Konzerten aufgeführt.)

 

Das Orpheus Ensemble Berlin mit 40 Musiker der Berliner Kulturlandschaft wird unter der Leitung von Stefan Meinecke diese Werke zum Erleben bringen. Solistin des Abends ist die Sopranistin Elene Khonelidze.

Die Klassik OpenAir Konzerte finden in diesem Jahr zum elften Mal unter freiem Himmel vor einer prächtigen, beleuchteten Schlosskulisse in enger Verbindung mit der Natur statt.



Mit freundlicher Unterstützung von radio3 des RBB als Medienpartner.

In Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.



Veranstaltungsablauf

- Einlass und Catering ab 18:00 Uhr, Alphornklänge

- Schlossbesuch mit Cranach-Ausstellung inklusiv

- Konzertbeginn 19:00 Uhr

- Konzertende gegen 21:45 Uhr

- zwei Pausen à 30 Minuten mit Catering
Teilnehmende Künstler
Elene Khonelidze (Sopran)
Stefan Meinecke (Dirigent)
Edvard Grieg (Komponist/in)
Termine
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