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Spiegelsaal im Museum für Film und Fernsehen in Berlin
Spiegelsaal im Museum für Film und Fernsehen © Marian Stefanowski
Charlottenburger Chaussee 109
13597 Berlin
marian@ich.ms
www.marian-stefanowski.de

Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen

Vom Stummfilm zum Digitalfilm

Erleben Sie die Geschichte des deutschen Films von den Anfängen bis heute und den Mythos um Diva Marlene Dietrich im Museum für Film und Fernsehen Berlin.

Nicht nur für Filmfans ein Muss: das Berliner Museum für Film und Fernsehen. Über 100 Jahre deutsche Filmgeschichte und 50 Jahre Fernsehgeschichte in Ost und West erwarten Sie hier: angefangen bei den ersten noch ruckeligen Bildern des Stummfilms und den frühen Tonfilmen Anfang der 1930er Jahre. Eine Besonderheit ist ein Tierfilm der UFA im Jahre 1931: dieser ist nämlich in Farbe aufgezeichnet! Der erste farbige Fernsehfilm hingegen feiert erst 1967 Premiere. In den Sesseln der Mediastationen fühlen Sie sich fast wie zuhause, wenn Sie Höhepunkte der Film- und TV-Geschichte verfolgen. Ein weiteres Highlight ist die Marlene Dietrich Collection. Bewundern Sie Show-Kostüme und persönliche Gegenstände der weltberühmten wie legendenumwobenen Schauspielerin aus Berlin.

Von Metropolis über den Blauen Engel bis zum Gegenwartsfilm

1963 ist das Gründungsjahr der Deutschen Kinemathek – ein von Regisseur Gerhard Lamprecht ins Leben gerufenes Filmarchiv. Dessen Sammlung sowie die Filmkollektion von Albert Fidelius bilden den Grundstock dafür. Im Jahr 2000 siedelt die Kinemathek ins Filmhaus am Potsdamer Platz über. Dort findet die umfangreiche Sammlung Platz in einem Museum. Mit der Einrichtung eines Fernsehmuseums sechs Jahre später entsteht schließlich die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen. Der Fokus der Ausstellung liegt auf dem deutschen Film. Gezeigt werden auch Nachlässe deutscher Schauspieler und Filmschaffender wie Heinz Rühmann und insbesondere von Marlene Dietrich. Ab den 1930er-Jahren feiert die Dietrich Erfolge erst in Berlin und später in Hollywood. Legendär sind ihre Auftritte im Herrenanzug in androgyner Pose. Die schönsten Objekte aus ihrem privaten Nachlass und viele ihrer berühmten Kostüme, darunter der berühmte Schwanenmantel und der Herrenanzug können Sie im Filmmuseum bewundern. Erinnerungsstücke wie Briefe und ihre Stoffpuppen, die sie auf allen Reisen begleiten, geben Einblick in ihr Privatleben.

Sehen Sie Ausschnitte von frühen Film-Highlights, die an Faszination und Ausstrahlung über die Jahre nichts verloren haben: So zum Beispiel Fritz Langs Stummfilm Metropolis von 1927, der erste Science-Fiction-Film in Spielfilmlänge. Flanieren Sie durch effektvoll aufgemachte Räume, auf denen Sie die übergroßen Konterfeis von Film- und Fernsehgrößen begrüßen. Oder in denen unzählige Plakate, Kostüme und Requisiten alter Filme von der Magie belichteten Zelluloids zeugen. Vom Film im Nationalsozialismus und den Künstlern im Exil über die heile Welt im Nachkriegsfilm bin zu neueren Erfolgsfilmen wie Lola rennt oder Das Leben der Anderen erzählt die Ausstellung. Im Fernsehmuseum fiebern Sie mit bei den Bildern des Endspiels zur Fußball-WM 1954 oder zum Berliner Mauerfall. Die vielen Multimedia-Stationen frischen Ihre Erinnerung an Momente auf, welche die Welt veränderten. Und setzen Sie sich zu Loriot aufs Sofa.

Highlights des Museums

  • umfangreiche Privatsammlung von Filmdiva Marlene Dietrich
  • Entwürfe zu Fritz Langs berühmtem Stummfilm Metropolis von 1927
  • ein Nachbau von Loriots grünem Sofa; seine Filme und Interviews in der Programmgalerie
  • multimedialer Zeittunnel, in dem Besucher durch die ost- und westdeutsche Fernsehgeschichte reisen
  • spektakulärer Spiegelsaal, auf dessen 8 Meter hohen Spiegelwänden eine Fernsehprogramm-Revue flimmert

Weitere Tipps für Filmfans

Zum Weiterlesen: Das Museum für Film und Fernsehen besitzt im Erdgeschoss einen großen Museumshop mit Filmliteratur und DVDs wie auch mit Berlin-Büchern und aktuellen Romanen. Und direkt vom Museum können Sie auch ins Kino gehen: Im Untergeschoss befindet sich das Programmkino Arsenal – Institut für Film und Videokunst. Hier laufen Retrospektiven mit alten Filmen, innovative Videokunst und experimentelle Filmkunst. Aktuelle Blockbuster in Originalversion sehen Sie auf der anderen Seite im Sony Center im Cinestar. Tipp: Saal 7 hat Dolby Atmos Sound. Richtig ins Staunen bringt Sie das dazugehörige IMAX-Kino mit Berlins größter Leinwand. Werfen Sie beim Verlassen des Sony Centers einen Blick auf die Mittelspur der Potsdamer Straße: Im „roten Teppich“ erinnern goldene Sterne an Größen des deutschen Films. Das Studio Babelsberg in Potsdam, wo heute noch große internationale Filme entstehen, können Sie auch besuchen. Mehr über Babelsberg und Filmgeschichte erfahren Sie im Filmmuseum Potsdam.

Ein Museum für die ganze Familie im Herzen der Stadt

Mit der Berlin WelcomeCard kommen Sie in den Genuss von einem Nachlass auf den Eintritt. Führungen für Erwachsene beginnen sonntags um 14 Uhr. Außerhalb dieser Zeit nur nach Voranmeldung. Donnerstags kommen Sie von 16 Uhr bis 20 Uhr kostenlos ins Museum.
Für Kindergruppen ab acht Jahren bis zu einer Teilnehmerzahl von 20 Personen gibt es Führungen zum Thema Trick und Technik, sowie der Geschichte des Films. Vierstündige Kinderworkshops in dem u.a. nach einer kurzen Führung ein eigener Trickfilm produziert wird oder ein Kurzfilm vertont wird, sind ebenfalls buchbar
Sie erreichen das Filmmuseum bequem mit der U-Bahn-Linie U2 und den S-Bahn-Linien S1, S2 und S25. Von der jeweiligen Station Potsdamer Platz aus sind es wenige Gehminuten zu Fuß.

Autofahrer finden Stellplätze in den Parkhäusern im Sony Center oder in den Potsdamer Platz Arkaden.

 

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 – 18:00
Mittwoch 10:00 – 18:00
Donnerstag 10:00 – 20:00
Freitag 10:00 – 18:00
Samstag 10:00 – 18:00
Sonntag 10:00 – 18:00

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