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Schloss Schönhausen
Schloss Schönhausen in Berlin Pankow © visitBerlin, Foto: Arthur F. Selbach

Schloss Schönhausen

Gutshaus, Appartement und Konferenzort

In Pankow steht Schloss Schönhausen: Einst Sommersitz der preußischen Königin und Amtssitz des DDR-Präsidenten, können Sie heute hier Ausstellungen besuchen.

Eine preußische Sommerresidenz entwickelt sich im Verlauf der Geschichte zum Gästehaus für Gandhi, Gaddafi und Co. Das Schloss Schönhausen in Berlin-Pankow wird im Laufe der Zeit zum Schauplatz von Politik und Geschichte. Jährlich wechselnde Ausstellungen werden Sie zusätzlich in ihren Bann ziehen.

Ein großzügiges Geschenk

1664 beginnt die Geschichte des damaligen Herrenhauses. Bis 1740 wird hier kräftig umgebaut, es werden geheime Verhandlungen abgehalten und Hofbeamte einquartiert. Dies ändert sich, als der König Friedrich II. – bekannt unter dem Namen Alter Fritz – seiner Frau Elisabeth Christine das Schloss schenkt. Elisabeth Christine lässt das Schloss, in dem sie über 50 Jahre lang die warmen Sommermonate verbringt, im Stil des Rokoko ausbauen. Heute noch sind ihre prächtigen Zimmer mit Stuckdecken und farbenfrohen Blumenmustertapeten zu bewundern. Für Elisabeth Christine bedeutet Schönhausen das Exil, denn der Alte Fritz stattet seiner Gemahlin, die er nicht um sich haben will, nie einen Besuch in ihrem schönen Sommerwohnsitz ab.

Das Schloss Schönhausen während des Nationalsozialismus und der DDR

Während der Zeit des Nationalsozialismus wird das Schloss als Ausstellungsort und Kunstdepot verwendet. 780 Gemälde und Skulpturen und rund 3500 Papierarbeiten von verfemten Künstlern, u.a. für die Ausstellung ‚Entartete Kunst‘, werden in den Räumen zwischengelagert.

Nach der deutschen Teilung nutzt der erste und gleichzeitig letzte Staatspräsident der DDR, Wilhelm Pieck, das Anwesen als Amtssitz. Der Präsidentengarten ist ein Überbleibsel aus dieser Zeit. In den folgenden Jahren lässt sich der Staatsrat im Schloss nieder. Von 1965 bis 1990 wird das Schloss als Gästehaus umfunktioniert. Wenn die DDR-Regierung einlädt, kommen sie alle: Indira Gandhi, Fidel Castro, Muammar al-Gaddafi, Kim il Sung, Leonid Iljitsch Breshnew und Michail Gorbatschow. Im Stil der Sechziger präsentiert sich das Gebäude heute noch mit einem Gästezimmer den Besuchern.

Der eckige „Runde Tisch“, an dem Deutschland wiedervereinigt wird

Der „Zentrale Runde Tisch“ der DDR nutzt das tolle Ambiente des Casino-Gebäudes des Schloss Schönhausen. Ab der vierten Verhandlung 1989 bis zum 12. März 1990 wird hier die deutsche Wiedervereinigung vorbereitet und eine Verfassung für den gemeinsamen Staat entworfen. Der Entwurf wird in den folgenden Jahren nie aus der Schublade heraus geholt. Die Bezeichnung „Runder Tisch“ stimmt fälschlicherweise nicht mit dem Möbelstück überein. Gearbeitet, moderiert und diskutiert wurde an einem eckigen Tisch. Der Begriff orientiert sich an den demokratischen Verhandlungen, die zuvor in Polen an einem runden Tisch abgehalten worden sind.

Das Schloss mit allen Sinnen erleben

Taststationen und Audioguides ermöglichen sehbeeinträchtigten und blinden Personen ein barrierefreies Erkunden des Schlosses. Kostümnachbildungen können mit den Händen angefasst und begutachtet werden. Ein Videoguide führt hörgeschädigte Touristen durch die Schlossräume. Das Schloss Schönhausen stellt ein Paradebeispiel für barrierefreies Sightseeing dar.

 

Rathaus Pankow
Das Rathaus in Pankow © iStock.com, Foto: Templin / Melle1959

Historisches Rathaus in Pankow

Rund um das Rathaus Pankow

Sie können es nicht übersehen: das Rathaus Pankow aus rotem Klinkerstein. Rund um den Rathausplatz sind in den vergangenen Jahren viele Shoppingläden entstanden. Spazieren Sie durch das Viertel und bewundern Sie die Baustile verschiedener Epochen.  

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Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag (November bis März) 10:00 – 17:00
Dienstag bis Sonntag (April bis Oktober) 10:00 – 18:00

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