Direkt zum Inhalt
Sammlung Scharf-Gerstenberg
Sammlung Scharf-Gerstenberg © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Maximilian Meisse

Sammlung Scharf-Gerstenberg

250 Jahre Phantastische Kunst

Im historischen Stülerbau am Berliner Schloss Charlottenburg zeigt die Sammlung Scharf-Gerstenberg bedeutende Werke des Surrealismus.

Tickets

Otto Gerstenberg ist der Gründer der Victoria-Versicherung, aber auch leidenschaftlicher Sammler. Er besitzt Werke der französischen Impressionisten, darunter Monet, Renoir, Degas, Gauguin und das komplette druckgrafische Werk von Toulouse-Lautrec. Der Surrealismus ist mit bekannten Künstlern wie Dalí, Max Ernst, Paul Klee und René Magritte vertreten. 1961 übernehmen Gerstenbergs Enkel Walther und Dieter Scharf die durch den Zweiten Weltkrieg stark dezimierte Sammlung. Die Grafiken von Piranesi, Klinger, Manet und Goya sowie Dieter Scharfs eigene Sammlung an Grafiken und Gemälden von Salvador Dalí, Jean Dubuffet, Max Ernst, René Magritte und Henri Rousseau bilden den Grundstock des Museums. 2008 eröffnet die Sammlung auf Basis eines zehnjährigen Leihvertrages mit den Staatlichen Museen zu Berlin.

Von Piranesis „Kerkerbildern“ bis zu Dalís Welt

Die 250 Kunstwerke der Dauerausstellung der Nationalgalerie „Surreale Welten“ – Gemälde, Skulpturen und Papierarbeiten – verteilen sich auf drei Etagen. Es erwartet Sie eine Reise durch 250 Jahre Geschichte der Phantastischen Kunst. Diese beginnt mit Giovanni Battista Piranesis düsteren „Kerkerbildern“ über Macht und Zerfall. Das Spätwerk Francisco de Goyas, die „Schwarzen Bilder“ aus den 1820er-Jahren, verbreiten Unbehagen, sind Groteske pur. Für den Symbolismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts stehen die Grafiken Max Klingers. Seine Hauptthemen sind Liebe, Erotik und Tod. Bekannte Namen des Surrealismus wie Max Ernst und René Magritte sind ebenso vertreten wie Künstler wie Pablo Picasso, Paul Klee und Alberto Giacometti, welche surrealistische und symbolistische Elemente in ihre Werke einfließen lassen. Wie kein anderer Surrealist prägt Salvador Dalí das 20. Jahrhundert mit seinen fantastisch-skurrilen Motiven. Der surrealistische Regisseur Luis Buñuel arbeitet viel mit Dalí zusammen. Filme der beiden können Sie sich im Museum ansehen. Das Museum befindet sich im Stülerbau nahe dem Schloss Charlottenburgs. Der preußische Baumeister Friedrich Stüler entwirft im Auftrag Friedrich Wilhelms VI. bis 1859 zwei Offizierskasernen. Diese liegen gegenüber dem berühmten Schloss Charlottenburg. Im westlichen Bau finden Sie heute das Museum Berggruen, im östlichen sowie im Marstall die Sammlung Scharf-Gerstenberg. Markant sind die pavillonartigen Kuppeln der beiden klassizistischen Gebäude. Sie bilden ein harmonisches Ensemble mit dem Schloss Charlottenburg. Von 1967 bis 2005 ist im östlichen Stülerbau das Ägyptische Museum untergebracht.

Herausragende Werke

  • Salvador Dalí: Étude pour „Banlieue de la ville paranoïaque-critique“ (1935)
  • Hans Bellmer: La poupée (1936/1938)
  • Max Ernst: Le Triomphe de l'amour/fausse allégorie (1937)
  • Jean Dubuffet: Nez d'Apollo Pap (1953)
  • René Magritte: Gaspard de la nuit (1965)

Charlottenburgs hochkarätige Kunstlandschaft

Eine perfekte Ergänzung für Ihren Museumsbesuch ist das Museum Berggruen, das gleich gegenüber liegt. Der Kunstsammler Heinz Berggruen emigriert 1936 in die USA. 60 Jahre später kehrt er nach Berlin zurück und übergibt seine 200 Werke der klassischen Moderne der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Während eines Rundgangs erleben Sie das Who is Who berühmter Meister: Pablo Picasso, Paul Klee, Henri Matisse, Georges Braque und viele mehr. Allein Pablo Picasso ist mit über 100 Werken vertreten. Nur wenige Meter weiter zeigt das Bröhan-Museum die Entwicklung der Angewandten und Bildenden Kunst der Moderne. Herzstück der Ausstellung ist die Jugendstil-Sammlung des Kunsthandwerks mit ihren verschiedenen europäischen Facetten. Die Designer Hector Guimard und Henry van de Velde sowie der Möbeldesigner Louis Majorelle zählen zu ihren bekannten Protagonisten. Staunen Sie auch über die kostbaren Porzellane und edle Glaskunst von unter anderem Daum Frères und Emile Gallé. Nördlich der Sammlung Scharf-Gerstenberg erhebt sich die prachtvolle Anlage von Schloss Charlottenburg. In der bis 1699 erbauten Hohenzollernresidenz wohnte sommers Königin Sophie Charlotte. Flanieren Sie durch die prunkvoll ausgestatteten Säle und durch den Schlossgarten zur Sammlung der berühmten Königlichen Porzellan-Manufaktur. Mit Gemälden von unter anderem Eduard Gaerner und Caspar David Friedrich glänzt der Schinkel-Pavillon im Park. Am Rande des nahen Schustehrusparks steht die stolze Gründerzeitvilla des Ehepaares Oppenheim. In ihren Räumen verbinden sich Kunst- und Kulturgenuss. Wie Charlottenburg und Wilmersdorf sich zur heutigen City-West entwickeln, erfahren Sie in der Dauerausstellung „WESTEN!“. Außergewöhnliche Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts birgt das Obergeschoss der Villa. Auch die Berliner Impressionisten Max Liebermann und Walter Leistikow sind vertreten. Gleich neben der Sammlung Scharf-Gerstenberg finden Sie die Abguss-Sammlung Antiker Plastik. Die rund 2.000 Gipsabgüsse der Freien Universität Berlin sind einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Die originalgetreuen Repliken griechischer und römischer Skulpturen stehen für 3.500 Jahre antikes Kunstschaffen.

Mit visitBerlin in die Sammlung Scharf-Gerstenberg

Die Sammlung Scharf-Gerstenberg erreichen Sie mit der U-Bahn U2 bis Haltestelle „Sophie-Charlotte-Platz“. Oder alternativ mit der U-Bahn U7 bis „Richard-Wagner-Platz“. Von beiden Stationen gehen Sie noch rund eine Viertelstunde zu Fuß. Mit der Berlin WelcomeCard erhalten Sie 25% Nachlass auf den Eintrittspreis. Kinder bis 18 Jahren sind frei. Mit dem Erwerb des Museumspass Berlin haben Sie freien Eintritt Sie in rund 50 Museen an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Termine für öffentliche Führungen können Sie auf visitberlin.de buchen. Gruppenführungen melden Sie bitte Sie im Voraus an. Führungen und Workshops für Kinder und Jugendliche sind altersgerecht konzipiert.

Tickets

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 – 18:00
Mittwoch 10:00 – 18:00
Donnerstag 10:00 – 18:00
Freitag 10:00 – 18:00
Samstag 11:00 – 18:00
Sonntag 11:00 – 18:00

Hier finden Sie weitere Informationen