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Global Sound Stories – Akkordeon trifft Literatur

In der Konzertreihe „Global Sound Stories – Akkordeon trifft Literatur“ kommen am 12. Juni 2026 um 18 Uhr herausragende Musiker:innen wie die Akkordeon-Virtuosin Ksenija Sidorova sowie die Schriftstellerin María Cecilia Barbetta im Kammermusiksaal der Philharmonie zusammen.

Als Grenzgänger zwischen den Kulturen, Epochen und musikalischen Stilen fasziniert das Akkordeon Schriftsteller:innen wie kaum ein anderes Instrument. Romane wie „Das grüne Akkordeon“ von Annie Proulx oder Marie-Luise Scherers literarische Reportage „Der Akkordeonspieler“ zeugen davon.

Der Landesmusikrat Berlin e.V. greift diese besondere Beziehung im Jahr des Akkordeons mit einer Konzertreihe auf: „Global Sound Stories: Akkordeon trifft Literatur“ bringt Musiker:innen und Autor:innen von internationalem Format auf der Bühne zusammen.

Im Konzert „Piazzolla Reloaded“, einer Kooperation mit Pantonale e.V., verbindet sich diese Idee mit einer Reflexion über das Werk von Astor Piazzolla. Der 1992 im Alter von 71 Jahren verstorbene Komponist und Bandoneon-Spieler holte den Tango von der Straße in die Konzertsäle, ermutigt von seiner Kompositonslehrerin Nadja Boulanger. So entstand ein Werk, das heute fest im kollektiven Gedächtnis verankert ist. Mit Titeln wie: „Adiós Nonino“, „Oblivion“ oder dem Konzert „Aconcagua“, benannt nach dem in den Anden gelegenen Berg. Im Kammermusiksaal der Philharmonie wird die lettische Akkordeon-Virtuosin Ksenija Sidorova „Aconcagua“ interpretieren, begleitet vom Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Miran Vaupotić. Es ist das ebenso kraftvolle wie melancholische Finale eines Konzerts, das herausragende Solist:innen versammelt und zugleich junge Komponist:innen (Pietro Roffi, Sonia Possetti, Nita Sinaga, Mariano Speranza) vorstellt, deren Werke beim diesjährigen Wettbewerb Astor Piazzolla® ausgezeichnet wurden. Vier Uraufführungen, die in der Auseinandersetzung mit Piazzolla entstanden sind, werden an diesem Abend zu erleben sein.

Die Schriftstellerin María Cecilia Barbetta, geboren in Buenos Aires, lebt seit 1996 in Berlin und schreibt auf Deutsch. Aufgewachsen im Einwanderer-Viertel Ballester, Schauplatz ihres Romans „Nachtleuchten“, reagiert sie auf Piazzollas Werk als Argentinierin, als Einwanderin und als Schreibende, deren Musikalität sich in ihrer Sprache offenbart. „Musik im Schlepptau“ lautet der Titel ihres eigens für die Konzertreihe „Global Sound Stories“ verfassten Textes.

  • 12. Juni 2026
  • 18 Uhr
  • Philharmonie Berlin, Kammermusiksaal

Mitwirkende:

María Cecilia Barbetta (Lesung)

Ksenija Sidorova (Akkordeon)

Romina Balestrino (Gesang)

Mario Stefano Pietrodarchi (Bandoneon)

Luca Lucini (Gitarre)

Pasquale Lancuba (Bandoneon)

Leo Florin (Akkordeon)

Pietro Roffi (Akkordeon)

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Dirigent Miran Vaupotić

Es wird der LOTTO-Stiftung Berlin für die Förderung des Projekts „600 Akkordeons gedankt. Eure Geschichten. Unser Berlin“ mit der Konzertreihe „Global Sound Stories – Akkordeon trifft Literatur.“

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