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Café im Gutshaus Neukladow
Gutshaus Neukladow © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Gutshaus Neukladow

Schlösschen von Bismarcks Mutter am Havelufer.

Auch der Spandauer Ortsteil Kladow hat ein kleines Schloss, oder besser gesagt ein kleines „Gutshaus“. Vielen Berlinern ist Kladow bestens als Ausflugsziel bekannt, kann man doch vom S-Bahnhof Wannsee mit der BVG-Personenfähre (also zum normalen Bus- und Bahntarif) eine zwanzigminütige Überfahrt über den Großen Wannsee genießen, um nach Kladow zu gelangen. In Kladow angekommen, wird meist eine der vielen Ausflugslokalitäten aufgesucht. Entschließt man sich aber vom Fähranleger aus zu einem kleinen Spaziergang, so kommt man bald in eine weitläufige Parkanlage, direkt am Ufer von Wannsee und Havel gelegen. Mitten im Park befindet sich das im Jahre 1800 erbaute Gutshaus Neukladow. In diesem Mini-Schlösschen lebte einst die Mutter des späteren Reichskanzlers Otto von Bismarck. Das am Havelufer gelegene Gutshaus Neu-Kladow wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der Arbeiterwohlfahrt als Freizeitheim genutzt, dann stand es viele Jahre leer. Vor einigen Jahren nahmen sich drei Privatleute unter der Ägide des Bezirksamts dem kleinen Schlösschen an. Sie renovieren ehrenamtlich die Anlage und stellen es nun Künstlern als Ausstellungsort oder für Konzerte und Lesungen zur Verfügung. Außerdem eröffneten sie ein kleines Ausflugslokal, das jedes Wochenende geöffnet ist. Mit den Einnahmen wird der Wiederaufbau des Gutshauses finanziert.