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Im Kunstfeld treffen prekär lebende Künstler:innen auf reiche Sammler:innen und Künstler:innen mit bildungsbürgerlichem Hintergrund auf solche aus Arbeiter*innen-Familien. Gleichwohl wird der individuelle Hintergrund selten thematisiert, ist es doch scheinbar nur die Qualität der Kunst, die zählt. Doch wer Zugriff auf Förderungen hat, wer erbt oder kulturelles Kapital mitbekommen hat, trägt entscheidend dazu bei, unter welchen Bedingungen jemand arbeitet und wie bzw. ob jemand sichtbar wird.

Berlinische Galerie von außen
Berlinische Galerie von außen Foto Noshe

Die Veranstaltung beginnt mit einem Input von Jelka Plate. In ihrer Arbeit „etwas verdienen“ beschreibt sie, wie das Privileg zu erben ihr Selbstverständnis als Künstlerin durcheinanderwirft. Im Anschluss wird die Frage diskutiert, wie sich Privilegien umverteilen lassen. Zu Gast sind die Künstlerin Verena Issel, die mehr Transparenz in finanziellen Fragen fordert, Mareice Kaiser, die in ihrem aktuellen Buch von Menschen mit sehr wenig Geld, von Menschen mit sehr viel Geld und von Menschen irgendwo dazwischen schreibt, sowie Martina Witte, die in den 1990er Jahren mit den „Prololesben” ein Umverteilungskonto initiierte.

Mit Verena Issel, Mareice Kaiser, Martina Witte und einem Input von Jelka Plate

Moderation: Jacqueline Saki Aslan

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Klassenfragen – Kunst und ihre Produktionsbedingungen” statt.
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Berlinische Galerie - Ausstellung