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Veranstaltungen in Berlin: Kunstfestival 48 Stunden Neukölln 2021
© visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Kunstfestival 48 Stunden Neukölln 2021

48 Stunden Neukölln ist ein Forum für künstlerische Projekte aller Sparten der Berliner Kunstszene. Das Festival präsentiert und fördert Kunst, die einen Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Themen leistet und diese reflektiert. Es bindet alle Bevölkerungsgruppen ein – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und sozialer Stellung.

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Berlin

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Nach der überwiegend digital gehaltenen Festivalausgabe des vergangenen Jahres finden die diesjährigen 48 STUNDEN NEUKÖLLN als hybride Veranstaltung statt. Mehr als 600 Künstler*innen haben sich mit dem Festivalthema „Luft“ auseinandergesetzt. Viele der etwa 250 Projekte ermöglichen als Installationen im öffentlichen Raum oder als Schaufensterausstellungen reale Publikumsbeteiligung – natürlich unter Beachtung der im Juni geltenden Regeln. Etwa 75 Projekte finden als digitale Formate statt, darunter Live-Streams, individuelle Begegnungen per Videokonferenz oder digitale Ausstellungen. 

„Luft umgibt uns alle, durchdringt uns, ist unsichtbar und allgegenwärtig. Ohne sie kennen wir kein Leben“, heißt es in der Themenbeschreibung. „Vom ersten Schrei, dem Öffnen der Lungenflügel, bis hin zum letzten Atemzug durchströmt sie uns. In der Luft leben Geister und die Phantasie. Die Luft transportiert unsere Worte als Schwingungen und ist Trägerin aller Gerüche, sie ist unser Medium zur Wahrnehmung der Welt – und wird selbst von allem durchdrungen.“ Seit jeher träumen Menschen davon, in der Luft aufzusteigen, das Fliegen zu erlernen und die Freiheit des Luftraums zu spüren. „In all diesen Spannungsfeldern zwischen dem Nichts der Windstille und dem Tosen des Sturms, zwischen Einatmen und Aushauchen, Göttlichem und Tödlichem, Luftschlössern und Windmühlen, sucht das Festival nach künstlerischen Auseinandersetzungen mit der Luft“, so die Themenbeschreibung weiter.

Vier sogenannte SIGNALS machen im öffentlichen Raum auf die 48 STUNDEN NEUKÖLLN aufmerksam: Für seine Installation „Aushang“ baut Daniel Hölzl das exakte Volumen eines Wohnraums in der Schillerpromenade aus Fallschirmseide nach und hängt den aufgeblasenen Raumkörper von außen an die Fassade. Eine ergänzende Soundarbeit von Jonas Höschl beschäftigt sich mit physischem und sozialem Raum und verortet „Aushang“ in der konkreten Umgebung Neuköllns. Raphael Gerlach und Lars Wunderlich gestalten für „The Sky Over There“ eine Brandmauer am Herrnhuter Weg: ein QR-Code ermöglicht den Zugriff auf Wetter-kameras, die den Himmel über dem indischen Chennai zeigen. Auf dem Dach der Neuköllner Oper installiert Maja Spasova mit „Question Mark“ ein zehn Meter hohes, aufblasbares Fragezeichen, das weithin sichtbar Fragen nicht nur zur Zukunft von Kulturinstitutionen stellt. In der Installation „parachute(s)“ des QUO Kollektiv verweisen über 100 im Festivalgebiet verteilte Fallschirme via QR-Codes auf Kunstwerke im digitalen Raum; ihren Mittelpunkt findet die Installation an der Thomasstraße auf der Höhe des Körnerparks. 

Weitere prominente Projekte verteilen sich im öffentlichen Raum wie z. B. die „bubbles“ der Gruppe riXXperiment im Neuköllner Schifffahrtskanal am Wildenbruchplatz oder die Installation von Flugblättern an der KINDL-Treppe, mit der das Kollektiv Anzetteln nach der zukünftigen Mitgestaltung von Stadt fragt. Das feministische Video-Kollektiv Trial and Theresa bespielt das Gelände des Nachbarschaftscampus Dammweg mit VJ-Sets und Videoinstallationen. Auf dem Richardplatz richtet Benoit Maubrey die „SPEAKERS ARENA – Neukölln“ ein, eine partizipative Klangskulptur aus 300 recycelten Lautsprechern, die dem Publikum erlaubt, sich im öffentlichen Raum verbal oder musikalisch Gehör zu verschaffen.

Im Kesselhaus des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst versammelt eine zentrale, kuratierte Gruppenausstellung 18 künstlerische Arbeiten, die sich in den unterschiedlichsten Medien mit dem Festivalthema auseinandersetzen, darunter auch digitale und technisch aufwendige Formate. Um die Werke einem breiten Publikum vorzustellen, werden sie zusätzlich in einem digitalen Ausstellungsraum übertragen. 

Die Neuköllner Kunstorte, die in diesem Jahr eine Förderung ihres Programms im Rahmen des ART SPACE LAB erhalten, sind cinea.st in der Richardstraße, die Kulturscheune Rixdorf, der Kunstverein Neukölln, das Gemeinschaftsatelier Prachtsaal Studio in der Jonasstraße, der transdisziplinäre Projektraum TOP in der Schillerpromenade und Zönotéka in der Hobrechtstraße.

Nach einer Pause im vergangenen Jahr werden die internationalen Kooperationen wieder aufgenommen: Die seit 2017 bestehende Zusammenarbeit mit dem dänischen Trekant-Festival wird als Gastspiel von Neuköllner Projekten in Dänemark in diesem Jahr weitergeführt und auch eine zweite Ausgabe des Festivals 48HNSK ist in Kooperation mit dem Goethe-Institut im russischen Nowosibirsk für den Herbst geplant. Internationale Gastbeiträge im Festival kommen in diesem Jahr aus Litauen in Vorbereitung der Kulturhauptstadt Kaunas und aus Wales im Rahmen des Themenjahres Wales in Deutschland.

48 STUNDEN NEUKÖLLN ist ein Forum für künstlerische Projekte aller Sparten der Berliner Kunstszene. Das Festival präsentiert und fördert Kunst, die einen Beitrag zur Diskussion aktueller gesellschaftlicher Themen leistet und diese reflektiert. Seit der Gründung 1999 hat sich 48 Stunden Neukölln mit seinem Vorbildcharakter als Berlins größtes freies Kunstfestival etabliert. Die hier entstandenen künstlerischen Arbeiten wirken als Impulse weit über Berlin-Neukölln hinaus, beziehen Stellung zu gesamtgesellschaft-lichen Fragen und fördern einen nachhaltigen Austausch mit der internationalen Kunstszene.

Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat das Festival 2018 in den Kreis der stadtpolitisch relevanten Veranstaltungen aufgenommen und fördert es seitdem im Rahmen des Festivalfonds. Die 2019 zugesagte Förderung für den Zeitraum 2020-2023 verschafft dem Festival erstmals in seiner Geschichte eine langfristige Planungssicherheit.

2015, 2017 und 2019 wurde 48 STUNDEN NEUKÖLLN mit dem EFFE Label (Europe for Festivals, Festivals for Europe) als eines von „Europe’s finest festivals“ ausgezeichnet.

Veranstaltungskalender

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