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Demokratie braucht Erinnerungskultur

Unter dem Motto „Demokratie braucht Erinnerungskultur“ findet vom 22. August bis 5. September 2026 in ganz Berlin das Programm der Kultur- und Erinnerungstage statt. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte, Kultur und Erinnerung der Deutschen aus Russland, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler sowie Vertriebenen. Anlass ist unter anderem der 85. Jahrestag des Stalin-Erlasses, der am 28. August 1941 als Reaktion auf den grausamen Überfall des nationalsozialistischen Deutschlands auf die Sowjetunion in Kraft trat, und mit dem die Deportation der Deutschen aus der Sowjetunion begann.

Erinnern, begegnen, diskutieren

Das berlinweite Programm verbindet Gedenken, Kultur und gesellschaftlichen Dialog. Konzerte, Ausstellungen, Sonderführungen, Diskussionen, ein Live-Podcast und ein Jugendtag beschäftigen sich mit Deportation, Zwangsarbeit, Flucht und Vertreibung, aber auch mit Neuanfang, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Ziel ist es, unterschiedliche Generationen und Erfahrungen miteinander ins Gespräch zu bringen und Erinnerung als Teil einer lebendigen demokratischen Kultur zu verstehen.

Programm

22.08. | Sa | 17:00 Uhr | Urania Berlin

ERÖFFNUNGS-FESTIVAL „GEMEINSAM STÄRKER“

Grußworte, Musik, Gesang, Ballett und Tanz eröffnen die Kultur- und Erinnerungstage 2026.

25.08. | Di | 14:00 – 15:15 Uhr | Notaufnahmelager Marienfelde

SONDERFÜHRUNG

Die Sonderführungen stellen ausgewählte Bereiche der Dauerausstellung vor. Im Mittelpunkt stehen Flucht und Aufnahme im geteilten Deutschland sowie Erfahrungen von Aussiedlung, Migration und Neubeginn.

25.08. | Di | 18:00 Uhr | Bröhan-Museum

BUCHVORSTELLUNG: ALEXANDER PFOHL

Angelika Krombach eröffnet als Enkelin Alexander Pfohls einen persönlichen und fachkundigen Blick auf Leben und Werk des Glasgestalters, Malers und Pädagogen.

27.08. | Do | 12:30 Uhr | Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung

SONDERFÜHRUNG

Die Führung erschließt ausgewählte Bereiche der Dauerausstellung und gibt einen Überblick über Ursachen und Folgen von Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration in Europa im 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen Flucht und Vertreibung von rund 14 Millionen Deutschen am Ende des Zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit sowie die Migration von (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedlern.

28.08. | Fr | 12:30 Uhr | Rotes Rathaus

GEMEINSAMES GEDENKEN

Die zentrale Gedenkveranstaltung nimmt die Erfahrungen von Krieg, Flucht und Vertreibung insgesamt in den Blick. Reden, Musik, Tanz und zeitgenössisches Musiktheater verbinden historische Erinnerung mit der Verantwortung für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

28.08. | Fr | 16:00 Uhr | Parkfriedhof Marzahn

KRANZNIEDERLEGUNG

Erinnerung an die Opfer stalinistischer Repressionen und an die Deportation der Deutschen aus Russland in der Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs.

29.08. | Sa | 15:00 Uhr | Gemeinschaftshaus Lichtenrade

GEDENK- UND BEGEGNUNGSTAG

Chorgesang, Solobeiträge, Tanz und Orchestermusik schlagen eine Brücke zwischen den Generationen und geben den Erfahrungen von Verlust, Heimat und Neubeginn einen gemeinsamen Ausdruck.

30.08. | So | 11:00 – 14:00 Uhr | Zitadelle Spandau

KULTURAUSTAUSCH AUF DER ZITADELLE

Spandau feiert kulturelle Vielfalt, Erinnerung und Integration mit Kulturellen Darbietungen, einem kulinarischen Streifzug durch die russische Küche und Erinnerungsarbeit.

30.08. | So | 15:00 – 16:15 Uhr | Notaufnahmelager Marienfelde

SONDERFÜHRUNG

01.09. | Di | 12:30 Uhr | Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung

SONDERFÜHRUNG

02.09. | Mi | 18:00 Uhr | Gedenkstätte Berliner Mauer

LIVE-PODCAST & TSCHAI MIT X3

Der Live-Talk widmet sich dem Thema „Ambivalenzen russlanddeutscher Erinnerungen und Gegenwart“.

03.09. | Do | 18:30 Uhr | Berliner Landeszentrale für politische Bildung

DISKUSSIONSVERANSTALTUNG

Die Veranstaltung soll einen Raum schaffen, in dem über russlanddeutsche Selbstbilder, das Selbstverständnis des Kriegsfolgeschicksals und die Rolle von Zivilgesellschaft im polarisierten politischen Klima diskutiert wird.

04.09. | Fr | 11:00 – 15:00 / ab 19:00 Uhr | Mehrere Veranstaltungsorte

JUGENDTAG

Der Jugendtag gibt jungen Menschen mit Aussiedlungs-, Vertriebenen- oder Minderheitengeschichte einen eigenen Raum. Sie bringen Fragen, Sprachen, Familienerinnerungen und neue Formen des Engagements ein.

05.09. | Sa | 12:00 Uhr | Französische Friedrichstadtkirche

TAG DER HEIMAT – FESTAKT

Der Tag der Heimat verbindet das gemeinsame Gedenken an Flucht, Vertreibung und Deportation mit der Verantwortung für Frieden, Freiheit und Verständigung in Europa.

  • Der Zutritt ist nur mit Einlasskarte möglich. Die Einladung gilt für eine Person und eine namentlich benannte Begleitperson. Anmeldung unter Angabe von Geburtsdatum und Geburtsort. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. info@bdvbund.de

05.09. | Sa | 15:30 Uhr | Theodor-Heuss-Platz

KRANZNIEDERLEGUNG

Am Mahnmal der deutschen Vertriebenen, der „Ewigen Flamme“ findet der Abschluss der Kultur und Erinnerungstage 2026 statt.

Zusätzliche Informationen
Termine
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