Demokratie braucht Erinnerungskultur
Erinnern, begegnen, diskutieren
Das berlinweite Programm verbindet Gedenken, Kultur und gesellschaftlichen Dialog. Konzerte, Ausstellungen, Sonderführungen, Diskussionen, ein Live-Podcast und ein Jugendtag beschäftigen sich mit Deportation, Zwangsarbeit, Flucht und Vertreibung, aber auch mit Neuanfang, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Ziel ist es, unterschiedliche Generationen und Erfahrungen miteinander ins Gespräch zu bringen und Erinnerung als Teil einer lebendigen demokratischen Kultur zu verstehen.
Programm
22.08. | Sa | 17:00 Uhr | Urania Berlin
ERÖFFNUNGS-FESTIVAL „GEMEINSAM STÄRKER“
Grußworte, Musik, Gesang, Ballett und Tanz eröffnen die Kultur- und Erinnerungstage 2026.
25.08. | Di | 14:00 – 15:15 Uhr | Notaufnahmelager Marienfelde
SONDERFÜHRUNG
Die Sonderführungen stellen ausgewählte Bereiche der Dauerausstellung vor. Im Mittelpunkt stehen Flucht und Aufnahme im geteilten Deutschland sowie Erfahrungen von Aussiedlung, Migration und Neubeginn.
25.08. | Di | 18:00 Uhr | Bröhan-Museum
BUCHVORSTELLUNG: ALEXANDER PFOHL
Angelika Krombach eröffnet als Enkelin Alexander Pfohls einen persönlichen und fachkundigen Blick auf Leben und Werk des Glasgestalters, Malers und Pädagogen.
27.08. | Do | 12:30 Uhr | Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
SONDERFÜHRUNG
Die Führung erschließt ausgewählte Bereiche der Dauerausstellung und gibt einen Überblick über Ursachen und Folgen von Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration in Europa im 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen Flucht und Vertreibung von rund 14 Millionen Deutschen am Ende des Zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit sowie die Migration von (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedlern.
- Bitte melden Sie sich per E-Mail an: gruppen@f-v-v.de
28.08. | Fr | 12:30 Uhr | Rotes Rathaus
GEMEINSAMES GEDENKEN
Die zentrale Gedenkveranstaltung nimmt die Erfahrungen von Krieg, Flucht und Vertreibung insgesamt in den Blick. Reden, Musik, Tanz und zeitgenössisches Musiktheater verbinden historische Erinnerung mit der Verantwortung für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
28.08. | Fr | 16:00 Uhr | Parkfriedhof Marzahn
KRANZNIEDERLEGUNG
Erinnerung an die Opfer stalinistischer Repressionen und an die Deportation der Deutschen aus Russland in der Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs.
29.08. | Sa | 15:00 Uhr | Gemeinschaftshaus Lichtenrade
GEDENK- UND BEGEGNUNGSTAG
Chorgesang, Solobeiträge, Tanz und Orchestermusik schlagen eine Brücke zwischen den Generationen und geben den Erfahrungen von Verlust, Heimat und Neubeginn einen gemeinsamen Ausdruck.
30.08. | So | 11:00 – 14:00 Uhr | Zitadelle Spandau
KULTURAUSTAUSCH AUF DER ZITADELLE
Spandau feiert kulturelle Vielfalt, Erinnerung und Integration mit Kulturellen Darbietungen, einem kulinarischen Streifzug durch die russische Küche und Erinnerungsarbeit.
30.08. | So | 15:00 – 16:15 Uhr | Notaufnahmelager Marienfelde
SONDERFÜHRUNG
01.09. | Di | 12:30 Uhr | Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
SONDERFÜHRUNG
02.09. | Mi | 18:00 Uhr | Gedenkstätte Berliner Mauer
LIVE-PODCAST & TSCHAI MIT X3
Der Live-Talk widmet sich dem Thema „Ambivalenzen russlanddeutscher Erinnerungen und Gegenwart“.
03.09. | Do | 18:30 Uhr | Berliner Landeszentrale für politische Bildung
DISKUSSIONSVERANSTALTUNG
Die Veranstaltung soll einen Raum schaffen, in dem über russlanddeutsche Selbstbilder, das Selbstverständnis des Kriegsfolgeschicksals und die Rolle von Zivilgesellschaft im polarisierten politischen Klima diskutiert wird.
04.09. | Fr | 11:00 – 15:00 / ab 19:00 Uhr | Mehrere Veranstaltungsorte
JUGENDTAG
Der Jugendtag gibt jungen Menschen mit Aussiedlungs-, Vertriebenen- oder Minderheitengeschichte einen eigenen Raum. Sie bringen Fragen, Sprachen, Familienerinnerungen und neue Formen des Engagements ein.
05.09. | Sa | 12:00 Uhr | Französische Friedrichstadtkirche
TAG DER HEIMAT – FESTAKT
Der Tag der Heimat verbindet das gemeinsame Gedenken an Flucht, Vertreibung und Deportation mit der Verantwortung für Frieden, Freiheit und Verständigung in Europa.
- Der Zutritt ist nur mit Einlasskarte möglich. Die Einladung gilt für eine Person und eine namentlich benannte Begleitperson. Anmeldung unter Angabe von Geburtsdatum und Geburtsort. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. info@bdvbund.de
05.09. | Sa | 15:30 Uhr | Theodor-Heuss-Platz
KRANZNIEDERLEGUNG
Am Mahnmal der deutschen Vertriebenen, der „Ewigen Flamme“ findet der Abschluss der Kultur und Erinnerungstage 2026 statt.