Direkt zum Inhalt

Die Kleider haben an Farbe verloren, die Mäntel sind länger geworden, die Haut ist gestochen von morbiden Fantasien. Ein Wandel vollzieht sich, aus Altstötter wird Jungstötter. Die Melancholie ist noch da, und aus dem Kokon des jungen Sängers ist ein weit gereifter Erzähler entpuppt. Die Referenzen liegen in einer romantischen Sphäre.

Symbolbild
Symbolbild © visitBerlin, Illustration_Jim Avignon

Zwischen der Schwere der Bad Seeds, dem Schmerz Tuxedomoons, den alptraumhaften Songlandschaften Scott Walkers, der Intensität Neil Youngs und der Zartheit Marc Hollis’ jedoch findet Jungstötter zu einer Musik, die sich neben dem Erbe genannter Musiker ein eigenes Haus baut.

Albertine Sarges ist eine Künstlerin, die sich ihren Sinn für Humor bewahrt hat und darauf achtet, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Ihre Musik ist aber auch eine Plattform, um sich selbst zu erforschen und zum breiteren gesellschaftlichen Diskurs beizutragen. Den Auftakt bildet der Slits-artige New Wave-Track Free Today mit einem Zitat der feministischen Schriftstellerin Sara Ahmed über die Relevanz der Theorie. Albertine verwendet dieses Zitat, um die Bedeutung der Popmusik für den gesellschaftlichen Diskurs zu implizieren.

Ticket kaufen

Termine
Datum
Lido