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Lesung & Gespräch mit Helga Kurzchalia & Anselm Bühling

Das von Hermann Henselmann als Wohn- und Kinderkaufhaus konzipierte »Haus des Kindes« befand sich am Eingang zur damaligen Stalinallee in Ost-Berlin. Das dortige Leben ist der Ausgangs- und Kristallisationspunkt des episodenhaft erzählten Romans von Helga Kurzchalia »Haus des Kindes« (Friedenauer Presse, 2021).

PORTRAITS VON Helga Kurzchalia & Anselm Bühling
PORTRAITS VON Helga Kurzchalia & Anselm Bühling promo

Als die kommunistischen Eltern der Erzählerin nach Kriegsende aus der englischen Emigration nach Deutschland zurückkehren, ziehen sie schon bald mit ihren Kindern in das beeindruckende Gebäude am heutigen Strausberger Platz. Die Bewohner:innen des Gebäudes verbindet der Glaube an ein anderes Deutschland. Nach wenigen Jahren fallen die ersten Kacheln von der Fassade, und auch in den Beziehungen zwischen den Bewohner*innen zeigen sich erste Risse. Helga Kurzchalia hat mit »Haus des Kindes« eine literarische Spurensuche geschaffen, die dokumentarische Genauigkeit mit erzählerischer Originalität verbindet.

An dem Abend liest Helga Kurzchalia aus ihrem Roman und spricht mit Anselm Bühling über Widersprüche und Zukunftsvorstellungen der Zeit und darüber, welche Bedeutung diese Geschichte für die Gegenwart besitzt.

Helga Kurzchalia ist eine Berliner Psychotherapeutin und Schriftstellerin. In ihren Büchern erzählt sie von persönlicher Erinnerung und brüchigen Biographien. Zuletzt erschien 2021 ihr Buch »Haus des Kindes« in der Friedenauer Presse bei Matthes & Seitz.

Anselm Bühling lebt als Übersetzer und Autor in Berlin. Er hat unter anderem Bücher von Masha Gessen, Omer Bartov und Joshua Yaffa übersetzt. Er ist außerdem Redakteur und Autor des Onlinemagazins »tell«.
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