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von Alfred Döblin

Der blutjunge, schwer verwundete Soldat Edward kehrt aus dem Militärkrankenhaus zu seiner Familie zurück. Wer ist schuld an diesem Krieg, der ihn sein Bein kostete? Die Angehörigen, die ihn fürsorglich wieder auffangen wollen, werden durch seine bohrenden Fragen ins Kreuzverhör genommen; und die als Unterhaltung gedachten Erzählabende werden zum Gerichtstribunal.


Die üblichen Erklärungsmuster und geistigen Bequemlichkeiten einer saturierten Bildungsschicht brechen brutal auseinander. Ein Prozess schmerzhafter Aufarbeitung für alle; auf der Basis radikaler Ehrlichkeit beginnt ein zaghafter doch hoffnungsvoller Neustart.

Alfred Döblin war als Arzt gewohnt, in die alltäglichen menschlichen Abgründe zu schauen. Als Autor entwarf er epochale Gesellschaftsbilder. In seinem zunächst in der DDR mit einem Riesenerfolg erschienenen Hamlet-Roman hinterließ er die Quintessenz seiner Überlegungen für eine Zukunft, in der Gewalt auch im Zwischenmenschlichen einem neuen Bewusstsein weichen könnte.

In der Uraufführung dieses Werks als Hausproduktion am TD Berlin vermischen sich psychologisches Drama mit dem europäischen Geschichtenfundus, Spielweisen und Genres in sich überlagernden Sprachen.

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Zusätzliche Informationen
Mit Amira Demirkiran / Niklas Hummel / Daniel Traub / Rim Mekkaoui / Monika Petruschin / Paula Schindler / Noah Tomiak Regie Adrienn Bazsó / Georg Scharegg Bühne Gwendolyn Noltes Kostüm Andreina Vieira do Santos Musik Thomas Seher Technik Florian Brossmann Produktion TD Berlin Kooperation Filmuniversität Babelsberg / Studiengang Schauspiel, Potsdam / Cours Florent, Berlin Rechte Kiepenheuer Medien
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