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Ayelet Shachar im Gespräch mit Dinah Riese (auf Englisch)

Im Rahmen der Digital Lecture Series Menschenrechte als letzte Utopie? Migration und jüdische Geschichte spricht die Juristin Ayelet Shachar mit der Journalistin Dinah Riese über das spannungsgeladene Verhältnis zwischen Menschenrechten und territorialen Vorstellungen von Souveränität.

Es geht um die tiefgreifenden Entwicklungen im Feld von Recht und Mobilität sowie um die rechtlichen Strategien, die es ermöglicht haben, dass sich die Grenze von der Landkarte gelöst hat. Entgegen der verbreiteten Behauptung, dass praktikable, menschenrechtskonforme Lösungen unerreichbar seien, wird Ayelet Shachar rechtliche Antworten vorstellen, mit denen der gegenwärtige Stillstand überwunden werden könnte.

Die Digital Lecture Series

Menschenrechte als letzte Utopie? Migration und jüdische Geschichte reflektiert die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Menschenrechte. Vor dem Hintergrund jüdischer Migrationsgeschichte blicken fünf Wissenschaftler:innen gemeinsam mit der Journalistin Dinah Riese (taz) aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Entwicklungen des internationalen Flüchtlingsschutzes.

Dabei werden historische Errungenschaften sichtbar, die heute zunehmend in Frage gestellt werden. Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit und welche juristischen oder philosophischen Perspektiven können helfen, gegenwärtige Grenzen des Denkens über Migration zu überschreiten? Und wo lassen sich im Hier und Jetzt Ansätze für eine offenere Zukunft finden?

Ayelet Shachar

Ayelet Shachar ist Professorin für Rechtsvergleichung an der University of California, Berkeley, und ist 2026 Gastprofessorin an der Harvard Law School. Sie forscht und lehrt an der Verbindung von Rechtswissenschaften und politischer Theorie und ist spezialisiert auf die vergleichende Untersuchung von Staatsbürgerschafts- und Einwanderungsrecht. 2019 wurde sie mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz Preis ausgezeichnet und 2024 mit dem Migration & Citizenship Career Achievement Award der American Political Science Association. Sie ist Autorin von The Shifting Border: Legal Cartographies of Migration and Mobility (Manchester University Press, 2020) und leitende Herausgeberin des Oxford Handbook of Citizenship (Oxford University Press, 2017 & 2020). Zusammen mit Seyla Benhabib organisierte sie eine Reihe transnationaler Workshops, deren Ergebnisse in Lawless Zones, Rightless Subjects: Migration, Asylum, and Shifting Borders (Cambridge University Press, 2025) veröffentlicht wurden.

Dinah Riese

Dinah Riese leitet das Inlandsressort der taz. Davor war sie dort Redakteurin für Migration und Integration. Für ihre Recherche und Berichterstattung zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen, Paragraf 219a StGB, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihr Interview mit Überlebenden des Anschlags in Halle war für den Reporter:innenpreis nominiert. Im März 2022 erschien von Gesine Agena, Patricia Hecht und ihr das Buch Selbstbestimmt. Für reproduktive Rechte.

IN ENGLISCHER SPRACHE

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