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Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Haus

Am 17. September 1939 marschierte die Rote Armee in die östlichen Gebiete der Zweiten Polnischen Republik ein. Die sowjetische Führung rechtfertigte die Besetzung mit dem Schutz der ukrainischen und belarusischen Bevölkerung.


Der Einmarsch erfolgte wenige Wochen nach dem deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939. Dem war der Abschluss des deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrags vom 23. August 1939 vorausgegangen. Mit diesem auch Hitler-Stalin-Pakt genannten Vertrag sicherten das Deutsche Reich und die Sowjetunion zunächst ihre Zusammenarbeit ab und vereinbarten in einem geheimen Zusatzprotokoll die Aufteilung Ostmitteleuropas in Einflusszonen.


Das sowjetische Regime begann eine tiefgreifende Umgestaltung seiner annektierten Gebiete. Zu den zentralen Maßnahmen gehörten Verhaftungen, Enteignungen, Deportationen und Morde. Zwischen 1940 und 1941 wurden in mehreren Wellen Hunderttausende Menschen aus den besetzten Gebieten in das Innere der Sowjetunion verschleppt. Betroffen waren Menschen unterschiedlicher sozialer, ethnischer und religiöser Herkunft.


Die Podiumsdiskussion widmet sich den Deportationen in entlegene Regionen der Sowjetunion aus den besetzten polnischen Gebieten, ihrer historischen Einordnung und den Erinnerungen daran. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen sowie die Erinnerungen an diese Ereignisse aus polnischer, ukrainischer und jüdischer Perspektive. Die Diskussion fragt, wie persönliche und familiäre Erinnerungen, wissenschaftliche Forschung und offizielle Geschichtsnarrative verwoben sind oder einander widersprechen.


Es diskutieren:

  • Dr. Markus Nesselrodt (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder))
  • Daria Reznyk (Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europas (GWZO), Leipzig und NGO » After Silence«, Lviv)
  • Prof. Dr. Małgorzata Ruchniewicz (Universität Wrocław)
  • Moderation: Dr. Agnieszka Wierzcholska (Sciences Po Centre for History, Paris).


  • Die Veranstaltung findet mit deutsch-polnischer Simultanübersetzung statt.
  • Der Eintritt ist frei.
  • Um Anmeldung wird gebeten unter kontakt(at)museum-karlshorst.de

An den Veranstaltungsabenden ist das Museum bis Veranstaltungsbeginn um 19 Uhr geöffnet.


Zusätzliche Informationen
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