Frühjahrsprojekt Regie von Charlotte Kaiser
Kaiserreich. Weimarer Republik. Nationalsozialismus. Nachkriegszeit. DDR. Der Mann stirbt. Die beiden Söhne gehen in den Westen. Gertrud bleibt. In diesem Lebensmonolog erzählt Gertrud von ihrer Familie, von ihrer Stadt Sangerhausen, von den endlosen Mühen des Alltags, vom Arbeiten, vom Scheißen, vom Lieben – und immer wieder von ihrem Sohn Einar.
Aus ihrem Gemurmel entsteht die wütende, sehnsüchtige, rastlose Sprache einer Frau, die nicht verstummen will. Und das Prinzip einer minutiösen Geschichtsschreibung von unten.
Weil er wissen wollte, wer er selbst ist, schrieb Einar Schleef diesen monumentalen, zweiteiligen Roman als fiktionale Erinnerung seiner Mutter, nachdem er 1976 die DDR verlassen hat. Sangerhausen, die Familie, die Enge, sie ließen Schleef nie los. Gertrud ist Befreiungsschrift und Heimwehbekämpfung zugleich. Der Versuch, die Nabelschnur zum Osten und zur Mutter zu durchtrennen – und ihnen dabei noch näher zu kommen.
„Ich hatte die Dummheit begangen, nach Hause zu fahren. Nach Hause.“ (Einar Schleef)
- Gertrud von Einar Schleef in einer Bühnenfassung von Charlotte Kaiser
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März 2026
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