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Schauspiel nach Fjodor M. Dostojewskij

Eines Nachts trifft Goljadkin auf einen Fremden, der ihm sehr bekannt vorkommt: Er ist sein Doppelgänger. Als ihm dieser am nächsten Tag als neuer Sitznachbar im Büro zu geteilt wird, scheint außer ihm keiner die Ähnlichkeiten zwischen den beiden zu erkennen.

DER DOPPELGÄNGER
DER DOPPELGÄNGER © Ben Zaha

Vielmehr ist es so, dass sich der Doppelgänger sofort einer Beliebtheit bei Kollegen und Vorgesetzten erfreut, von der Goljadkin jahrelang geträumt hat. Die Angst, vollständig von seiner Kopie ersetzt zu werden, frisst sich von Tag zu Tag tiefer in Goljadkins Gedanken. Seine Identität verwischt immer mehr – Ist er Goljadkin oder der Andere? – bis einer der beiden in die Psychiatrie gebracht wird. Das Original oder die Nachahmung?

Bisher kennt man hauptsächlich die Fassung des "Doppelgängers", die Dostojewski 20 Jahre nach Erscheinen gekürzt und geglättet hat. Wie surreal und komisch der junge Dostojewski die Geschichte ursprünglich erzählt, bemerkt man in der Neuübersetzung Nitzbergs von 2021, die die Grundlage der Stückfassung des Theaterautors Clemens Mädge bildet.

Dieser stellt mit DOPPELGÄNGER nun das "ungenügende" Individuum und den gekränkten Narzissmus des Einzelnen ins Zentrum. Ein Motiv, das so zeitlos wie aktuell ist. Besonders in unserer durchdigitalisierten Welt haben wir ständig die Möglichkeit, durch Weglassen oder Hinzufügen von Details, eine andere Version unseres Selbst zu erzeugen. Aber wann wird die Jagd auf unser "besseres" Ich zu einer Flucht vor uns selbst?

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Zusätzliche Informationen
Teilnehmende Künstler
Fjodor Dostojewskij (Autor/in)
Clemens Mädge (Autor/in)
Alexander Nitzberg (Übersetzer/in)
Magdalene Artelt
Marie-Thérèse Fontheim
Friederike Ziegler
Kathrin Meyr
Johanna Bajohr
Clemens Mädge
Fabienne Dür
Alexander Schatte
Malte Hurtig
Henry Mampe
Termine
Datum
Vaganten Bühne
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