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Nach seiner Begnadigung tritt Boualem Sansal, Schirmherr des 26. ILB, erstmals in Berlin auf. Eine kleine Werkschau gibt Einblick in die Bandbreite seines literarischen Schaffens. Im anschließenden Gespräch stehen zudem die Rolle des Schreibens zwischen politischem Akt und biografischer Reflexion sowie sein Werk im Mittelpunkt.

Der algerisch-französische Schriftsteller Boualem Sansal ist eine herausragende literarische Stimme von internationaler Bedeutung: Als Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (2011) steht Sansal für die Freiheit des Wortes und eine Literatur, die gesellschaftliche und politische Verantwortung übernimmt.

Er gehört mit seiner intellektuellen Unerschrockenheit, literarischen Präzision und seinem Mut zur Einmischung zu den profiliertesten Stimmen der Gegenwartsliteratur. International prägt er seit Jahren Debatten über Demokratie, Erinnerung und Verantwortung.

2024 wurde Sansal aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber politischen und religiösen Entwicklungen in Algerien sowie seiner Äußerungen zur Westsahara-Frage bei der Einreise in sein Heimatland verhaftet und zu fünf Jahren Haft verurteilt. Zahlreiche internationale Stimmen aus Kultur und Politik forderten seine Freilassung.

Nachdem sich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für ihn eingesetzt hatte, wurde Boualem Sansal im November 2025 begnadigt und nach Deutschland ausgeflogen.

  • Boualem Sansal
  • Moderation: Tilla Fuchs
  • Es liest Frank Arnold

(Französisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche)

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Zusätzliche Informationen
Teilnehmende Künstler:innen
Internationales Literaturfestival Berlin
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