Die fünf besten Bergfilme des Jahres kommen nach Berlin Friedrichshagen.
Der Hauptfilm: „Nanga Parbat – Echoes of Sisyphus“ ist der große alpinistische und
philosophische Fixpunkt des Abends:
Ein Film, der die Zuschauer mitnimmt in die Todeszone und das Mindset eines Alpinisten, der 12 Jahre am selben Berg kämpfte.
Die Kamera geht dabei jeden Schritt und jeden Atemzug in Bereiche mit, in denen noch nie
zuvor eine Kamera war.
David Göttler (48) steht an der Spitze des internationalen Höhenbergsteigens.
Doch er riskiert Karriere, Ansehen und Respekt, als er über 12 Jahre hinweg am selben Berg scheitert: Keine Träger, keinerlei Hilfe, nur er allein und die größte Wand der Erde.
In „Nanga Parbat“ wird erzählt, was es bedeutet, am „Schicksalsberg der Deutschen“ zu scheitern – bis es gelingt?
Die Macher des Programms sind live vor Ort, um über das filmische Erleben hinaus, mit dem Publikum den Bergfilm zu feiern.
„Ein ganz normales Leben“ portraitiert ein bergnarrisches Ehepaar, das seit rund 60 Jahren gemeinsam klettert, reist, trainiert und Abenteuer erlebt.
Der Film ist heiter, berührend und überraschend tief: eine Reflexion darüber, wie Freiheit, Liebe, Verantwortung und gelebte Werte über ein ganzes Leben hinweg zusammenfinden können.
„Steile Karrieren“ richtet den Blick auf die Arbeit am Bergwald.
Die Pflege und Sanierung eines intakten Schutzwaldes ist kein schneller Erfolg, sondern ein Generationenprojekt.
Der Film zeigt, wie viel Geduld, Wissen und Verantwortung nötig sind, damit Bergregionen auch in Zukunft geschützt bleiben.
In „50-50“ stehen die Alpinistinnen Ines Papert und Sarah Hueniken im Mittelpunkt.
Der Film erzählt von Seilschaft als etwas, das weit über gemeinsames Klettern hinausgeht.
Eine gute Seilschaft ist Vertrauen, Verständnis, gegenseitige Stärkung.
Papert und Hueniken zeigen, dass Erfahrung, Reife und Freundschaft eine eigene Kraft entfalten — und dass Alter im Bergsport nicht das Ende von Möglichkeiten bedeutet, sondern manchmal erst deren Vertiefung.
Den Film „Fathom“ hätte es eigentlich nie geben sollen.
Die Brüder Jakob und Matthias
Weger werden in den Dolomiten von einem Schneebrett erfasst.
Aus einem Freeride-
Abenteuer wird eine Konfrontation mit der Realität des Risikos.
Der Film fragt, ob Bergsportfilme nur Heldengeschichten erzählen dürfen — oder ob sie auch die bitteren Momente zeigen müssen, aus denen echtes Lernen entsteht.
Das gut 120-minütige Programm wird von den Machern des Festivals, allesamt solide
Bergmenschen, live moderiert.
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