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Ein Fest für die Sinne

Das 23. StummfilmKonzerte-Festival lädt ein, Meisterwerke des frühen Kinos in einzigartiger Atmosphäre zu erleben,  begleitet von neuer Live-Filmmusik und außergewöhnlichen künstlerischen Interpretationen.


In diesem Jahr werden „nur“ Berliner Erstaufführungen angeboten, dafür aber von zwei außerordentlichsten Filmen. Filme, die so gut sind, dass sie in den Kanon der besten deutschen Stummfilme aufsteigen werden. Wenn Sie diese Filme noch nicht gesehen haben werden sie nicht glauben, wie gut sie sind:

DER STUDENT VON PRAG (1926) und ALRAUNE, beide restauriert vom Filmmuseum München.

„Der Student von Prag“ ist übrigens der erste Autorenfilm, d.h. es ist das erste Buch, dass direkt als Drehbuch für einen Film geschrieben wurde. Allerdings für die Fassung von 1913 desselben Regisseurs.

Und dann wird noch die Erstaufführung der Deutschen Fassung von DIE HERRIN VON ATLANTIS (F 1921) gespielt. 

DIE MUSIK
Alle zehn Konzerte des 23. Festivals sind so dicht mit den Filmen verwoben, dass man sie Fantasy-Film-Symphonien nennen kann. Es ist keine Stummfilmmusik, sondern Neudeutungen der Filme. Kompositionen, die die Seele der alten Meisterwerke freilegen und sie mit der Ausdruckskraft modernster Instrumente, der Reife von 27 Jahren Filmmusik-Komposition und der Präzision des Pianisten, ins Heute katapultiert.

Stephan Graf v. Bothmer spielt alle Live-Filmmusik am CineTonium, einem Setup aus akustischen Instrumenten und Keyboards, dass er speziell für seine Live-Filmmusik entwickelt habe.


Spielorte:
  • Zwölf-Apostel-Kirche (Schöneberg) - Idealer, absolut charismatischer Raum mit Kerzen
  • Moviemento (Kreuzberg, ältestes Kino Deutschlands)
  • Central Kino (Mitte, Hackescher Markt)


Programm:


  • Do. 05.03. Dr. Jekyll and Mr. Hyde
  • Fr. 06.03. Nosferatu - Live-Filmmusic-Orchestra + Chor
  • Sa. 07.03. Georges Méliès
  • Sa. 07.03. Nosferatu - Live-Filmmusic-Orchestra + Chor
  • Do. 12.03. The Lost World
  • Fr. 13.03. Der Student von Prag
  • Sa. 14.03. Sherlock Jr. (Buster Keaton)
  • Sa. 14.03. Metropolis
  • Di. 17.03. Die Herrin von Atlantis
  • Di. 24.03. Alraune


Das 23. StummfilmKonzerte-Festival vereint cineastische Tradition mit innovativer Interpretation. Es lädt dazu ein, Filmerbe mit neuen Ohren und Augen zu entdecken und sich von der Synergie zwischen Bild und Ton verzaubern zu lassen.


Stephan Graf v. Bothmer


Bothmer überwindet das Genre „Stummfilm“, seine Events sind fast Konzerte mit Filmen. Dabei ist die Musik extrem filigran auf die Filme abgestimmt, was die Filme noch viel größer macht: sie scheinen mit der Musik aus der Leinwand herauszutreten.

Seine neu komponierte Live-Filmmusik ist packend und virtuos zugleich. Immer wieder wechselt sie die Perspektive, sodass die gegensätzlichen Charaktere der Figuren plastisch werden, ihre Motive überzeugen und ihr Scheitern weh tut – oder das Publikum aus dem Lachen nicht mehr herauskommt, je nachdem. Bothmer nutzt nicht nur die Kompositionstechniken der Stummfilmzeit, sondern integriert virtuos, was in mehr als 100 Jahren Filmmusikgeschichte von den besten Filmkomponisten entwickelt wurde. So entsteht ein moderner Soundtrack, der das Publikum in den Film hineinzieht, wie man es von Stummfilmen sonst nicht kennt. Es erlebt den Film immersiv, fast wie von innen heraus.

Der Pianist und Komponist gehört zu den international führenden Stummfilmmusikern und hat auf dem Schleswig-Holstein-Musik-Festival ebenso gespielt wie in Hamburg in der Laeiszhalle und in Berlin im Admiralspalast, im Wintergarten Varieté und im Berliner Dom. Beim Rock-Pop-Festival „Berlin-Festival“ im Flughafen Tempelhof trat er nach Björk, Blur und den Pet Shop Boys auf. Er spielte in der National Concert Hall Budapest und eröffnete das 3. Internationale Orgelfestival in der Philharmonie Kasachstan mit zwei Konzerten.
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